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Peloponnes Frühjahr 2019

Die Bilder zur Tour sind hier zu sehen.

Montag, 11.3.2019. Wetter in Küssnacht stark bewölkt und windig. Teilweise Regen, Graupelschauer und Schneefall. Wir warten einen niederschlagsfreien Moment ab, um noch unsere Fahrräder aufzuladen. Um 11 Uhr fahren wir los, Richtung Gotthard. Im Radio hören wir, dass der Brünigpass zurzeit nur mit Schneeketten befahrbar sei. Mit einem flauen Gefühl im Magen fahren wir bei immer stärker werdendem Schneetreiben dem Gotthardtunnel entgegen. Bei der Einfahrt in die Röhre atmen wir hörbar auf. Auch auf der anderen Seite des Tunnels liegt Schnee, die Autobahn jedoch ist schneefrei. Um 13 Uhr machen wir Halt an der Raststätte Bellinzona. Eigentlich wollten wir ursprünglich bei Bellinzona oder Lugano auf einem Campingplatz übernachten. Wir sind jedoch bis dahin so gut gefahren, dass wir beschliessen über Mailand hinaus zu fahren, soweit wir mögen. Trotz starkem Wind kommen wir gut voran. Einzig die Lastwagen, die uns überholen, sind etwas lästig. Um 17:45 Uhr, schon einiges nach Bologna rufen wir Ruth und Ruedi an, dass wir noch bis zu ihnen nach Bellaria auf den Happy Camp fahren werden. Sie sorgen dafür, dass das Tor für uns noch offen ist. Kurz nach 19 Uhr treffen wir auf dem Camping ein. Ruedi hilft uns den Wohnwagen zu stellen, während Ruth ein leckeres Nachtessen bereitet. Schon bald sitzen wir bei Spaghetti und Wein und feiern den Start unserer gemeinsamen Ferien.

Dienstag, 12.3.2019. Am Morgen begrüsst uns ein wolkenloser, tiefblauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Es herrscht noch immer ein kühler Nordwind. Er ist aber bei weitem nicht mehr so stark wie gestern. Um 10:30 Uhr starten wir eine Strandwanderung ins Zentrum von Bellaria. Hier gönnen wir uns auf einem sonnigen, windgeschützten Platz einen Apéro. Um 12 Uhr machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, wo wir etwas zu Mittag essen können. Unsere Suche ist leider erfolglos. Wir kaufen uns die Zutaten für ein Mittagessen, wandern zurück und kochen selbst. Bei strahlendem Sonnenschein geniessen wir unseren Risotto und trinken einen feinen Wein dazu. Anschliessend verwöhnen wir uns noch mit Kaffee und Ruths feinem Schokokuchen.

Mittwoch und Donnerstag, 13. / 14.3.2019. Der Himmel ist leicht bewölkt, die Temperatur angenehm. Um 9:30 Uhr fahren wir los Richtung Ancona, wo wir gegen 11 Uhr im Hafen eintreffen. Zuerst müssen wir unser per Internet gekauftes Fährticket abholen und uns einchecken. Danach können wir sofort auf die Fähre fahren. Um 12 Uhr sitzen wir bereits auf dem Oberdeck bei einem Bier. Mit einer halbstündigen Verspätung legt die Fähre ab und nimmt Kurs auf Griechenland. Am Abend stimmen wir uns mit einem guten griechischen Essen auf unser Zielland ein.
Am Donnerstagmorgen geniessen wir im Bordrestaurant ein reichhaltiges Frühstück. Während dieser Zeit legt die Fähre in Igumenitsa an, wo ein Teil der Lastwagen und PKW’s von Bord fahren. Schon bald geht es jedoch weiter nach Patras, das von schneebedeckten Bergen überragt wird. Wir legen pünktlich an. Der Himmel ist nun mit dicken schwarzen Wolken bedeckt und wir müssen befürchten, dass es heute noch Regen geben wird. Wir fahren westwärts unserem Tagesziel, Camping Ionion Beach in Glyfa, entgegen. Der erste Regenschauer prasselt in dem Moment auf uns nieder, als wir unser Ziel erreichen. Wir warten, bis der Regen aufhört und installieren uns rasch, denn die nächsten Schauer nahen schon. Ein feines, selbstgekochtes Nachtessen hält uns bei Laune. So hoffen wir, dass das Wetter morgen wieder besser wird!

Freitag, 15.3.2019. Am Morgen ist es noch wechselnd bewölkt, gegen Mittag immer sonniger. Zum Frühstück gibt es einen leckeren Orangensaft, frisch gepresst aus den Orangen, die wir gestern unterwegs am Strassenrand gekauft haben. Da unser Campingplatz etwas abgelegen, aber sehr schön am Meer gelegen ist, machen wir uns auf, das nächstgelegene Dorf Vartholomio zu erkunden und Einkäufe zu tätigen. Wir finden dann auch ein einladendes Restaurant, wo wir uns mit griechischen Speisen verwöhnen lassen. Zurück im Camping, geniessen wir das sonnige Wetter und legen die Beine hoch :-)

Samstag,16.3.2019. Den ganzen Tag über scheint die Sonne von einem tiefblauen, wolkenlosen Himmel. Unsere DSC03908Fahrräder schreien förmlich nach Bewegung. So nehmen wir den Weg über Glyfa nach Arkoúdi unter die Räder. Der Weg führt durch landwirtschaftliches Land mit vielen Olivenbäumen, unter denen  sich bunte Blumenteppiche ausbreiten. Arkoúdi ist ein kleines aber lebhaftes Dorf mit 50 Einwohnern und fast noch mehr Restaurants. Es liegt traumhaft in einer Bucht, direkt am Meer. Wir steuern auf DSC03911das Restaurant Faro zu, das Ruth und Ruedi von früher her kennen. Es hat eine, direkt über dem Meer gelegene, schöne Terrasse. Der Chef ist noch beim Einkaufen, aber der Angestellte bringt uns schon mal einen Krug Weisswein und eine Flasche Wasser. Vom Einkaufen zurück begrüsst uns der Chef freudig. Nun werden wir nach allen Regeln der Kunst verwöhnt. Zuerst werden ein Griechischer Salat und Tzatziki serviert, gefolgt von frittierten Calamares. Danach gibt es Fisch und Frittes. Zu guter Letzt gibt es noch ein griechisches Dessert und den obligaten Ouzo. Rundum zufrieden, fahren wir wieder zurück und widmen den Rest des Nachmittages unserer Verdauung und dem Liegestuhl.

DSC03912Sonntag, 17.3.2019. Ein weiterer strahlender Tag begrüsst uns. Mit den Velos fahren wir nach Kastro. Der Weg führt zum einen durch Kulturland, zum anderen durch naturbelassenes Gelände, das mit schönen Tälern durchzogen ist. In Kastro führt uns der Weg zur mittelalterlichen, von fränkischen Rittern erbauten Burg Chlemoútsi. Sie ist ein echter Brocken in einer Landschaft, welche eher durch kleinere Häuser geprägt ist. Die Burg ist sehr gut erhalten und beherbergt auch ein Museum. Nach der Besichtigung machen wir uns auf den Heimweg. Eine rasante Abfahrt bringt uns nach Arkoúdi. Von da geht’s auf demselben Weg wie gestern zurück zum Camping.

DSC03924Montag, 18.3.2019. Am Morgen ist der Himmel bedeckt, nach dem Mittag setzt sich immer mehr die Sonne und der blaue Himmel durch. Der Tag beginnt schon DSC03926mal mit Gesang, aber nicht nur Vogelgesang, auch wir singen heute, nämlich zu Ruedis 70. Geburtstag. Später fahren wir mit dem PW nach Kalogriá, wo der über 15 km lange Küstenwald Dássos Strofiliás und sein sumpfiges Hinterland beginnen. Der Wald besteht aus Schirmpinien und Walloneneichen und erstreckt sich entlang eines Sandstrandes und ist ein Paradies für Vögel, Reptilien und Amphibien. Später fahren wir zurück nach Vartholomio, wo wir Ruedis Geburtstag bei einem feinen Essen feiern.

Dienstag, 19.3.2019. Am Morgen werden wir ein weiteres Mal von einem wolkenlosen Himmel und einer strahlenden DSC03939Sonne begrüsst. Wir nehmen ein kräftiges Frühstück zu uns, schliesslich geht es heute ins antike Olympia. Zwar nehmen wir nicht an Wettkämpfen teil, aber ein Marathon ist die Besichtigung der antiken Stätte und des archäologischen Museums auf jeden Fall. Zuerst besuchen wir das Ausgrabungsgelände, das seit 1875 von deutschen Archäologen betreut wird, welche alle Funde in Olympia beliessen. Die Mauern und Säulen geben einen Eindruck, was hier während 1000 Jahren Bauzeit entstanden ist. Staunend spaziert man an den Resten des Zeus DSC03968Tempels vorbei. Wenn man ins olympische Stadion einmarschiert, versucht man sich vorzustellen, welcher Betrieb hier an Wettkampftagen geherrscht haben muss. Nach dem Rundgang durch das antike Olympia besuchen wir das archäologische Museum. Hier sind viele der Schätze, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden zu sehen. Von vielen Statuen wurden die gefundenen Fragmente so zusammengesetzt, dass die Figuren zu erkennen sind. Die Besichtigung des antiken Olympia zeigt uns, wie weit fortgeschritten die Kultur hier war. Mit vielen fantastischen Eindrücken fahren wir zum Camping zurück.

DSC03952Mittwoch, 20.3.2019. Der Himmel ist den ganzen Tag bedeckt, aber es bleibt trocken. Wir beschliessen, morgen den sehr schönen und sehr gut eingerichteten Camping Ionion Beach in Glyfa zu verlassen und in den Südwesten des Peloponnes, DSC03974nach Finikoúndas zu fahren. Nach dem Frühstück fahren wir nach Vartholomio zum Tanken und Einkaufen. Während die Frauen im Geschäft sind, beobachten wir Männer den teilweise chaotischen Verkehr auf der Dorfkreuzung. Zurück auf dem Camping kochen wir uns ein feines Ratatouille und benutzen den Rest des Tages zum Relaxen.

Donnerstag, 21.3.2019. Die Sonne scheint den ganzen Tag von einem fast wolkenlosen Himmel. Um 9:30 Uhr können DSC03975wir mit Sack und Pack losfahren. Bis zur Schnellstrasse ist es ein kurzes Stück. Über Pirgos, Zacharo, Kalo Nero bis Kyparisia geht es bequem und unaufgeregt. Die erste kleine Bewährungsprobe ist in Filiatra fällig, wo wir in die falsche Strasse einfahren, unseren Fehler jedoch sofort bemerken und sofort wenden können. Grössere Probleme stellen sich dann in Pylos ein, wo uns das Navi in eine Sackgasse führt, wo wir den Wohnwagen abkuppeln, wenden und wieder ankuppeln müssen. Eine freundliche Frau fährt uns dann voraus und führt uns auf die richtige Strasse. Ohne weitere Probleme erreichen wir über Methoni unser Ziel, den Camping Thines in Finikounda. Ruth und Ruedi erwarten uns bereits. Nach kurzer Einrichtungszeit geht es ins Dorf zum Mittagessen. Die Temperatur hier ist schon echt sommerlich.

DSC03988Freitag,22.3.2019. Wolkenloser Himmel, strahlende Sonne. Mit unseren e-Bikes fahren wir nach Methóni und geniessen die sich ständig wechselnden Ausblicke. In Methóni besichtigen wir zuerst das schöne, gepflegte Dorf bevor wir uns am Hafen in ein Restaurant setzen, wo wir etwas Kleines Essen. Den Besuch der riesigen Burganlage heben wir uns für ein anderes Mal auf. Zurück im Camping ist lesen und relaxen angesagt. Am Abend gehen wir ins Campingrestaurant Nachtessen, von der Mama zubereitete griechische Speisen.

DSC03995Samstag, 23.3.2019. Wie am Vortag, wolkenloser Himmel und strahlende Sonne. Nachdem wir unsere Lebensmittel nach einem Besuch des Minimarktes wieder aufgefüllt haben, machen wir mit dem Auto einen Ausflug, der uns durchs wilde DSC03999Hinterland und über Hügel nach Koroni führt. Vom letzten Hügel aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf Koroni, das Meer und die schneebedeckten Bergspitzen auf der anderen Seite des Messenischen Golfes. Die Uferpromenade von Koroni ist sehr touristisch. Hier reihen sich Kaffees, Tavernen und Fischrestaurants aneinander. Im Hafen liegen ein paar Fischerboote vertäut und einige Fischer bieten ihren Fang zum Verkauf. Nach einem vielfältigen Meze fahren wir auf engsten Strassen durch die Berge zurück nach Finikounda.

DSC04006Sonntag, 24.3.2019. Am Morgen wolkenlos, am Nachmittag ziehen einige leichte Wolken auf. Unsere e-Bikes wollen wieder einmal bewegt werden. Also fahren wir durch das hügelige und wilde Hinterland von Finikunda. Nach fast jeder DSC04018Strassenbiegung zeigen sich neue Aussichten auf die Bucht von Finikunda oder in die wilden Täler. In Akritochori kehren wir im Dorfrestaurant ein und lassen uns ein Meze bringen. Auf dem weiteren Weg durch die Hügel fahren wir auch an einigen sehr alten Olivenbäumen vorbei. Die Landschaft ist ein Blumenmeer und leuchtet in allen Farben. In rasantem Tempo fahren wir wieder nach Finikunda hinunter.

DSC04025Montag,25.3.2019. Den ganzen Tag über ist es wolkenlos. Da heute in Griechenland Nationalfeiertag ist, wagen wir uns nicht wie geplant nach Pilos. Stattdessen besteigen wir noch einmal unsere Fahrräder und erkunden das nördlich von Finikunda gelegene Hinterland. In Evagelismos wollen wir im Restaurant eine Erfrischung zu uns nehmen. Doch das Lokal steht zum Verkauf und hat nicht mehr geöffnet. So fahren wir weiter durch die Hügel, geniessen die Aussicht aufs Meer, bestaunen die alten verknorzten Olivenbäume und erfreuen uns an der Blumenpracht. Zurück im Camping gibt es einen Apero, danach kochen wir wieder einmal selber ein sehr leckeres Essen.

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Dienstag, 26.3.2019. Leicht bewölkt bei angenehmen Temperaturen. Mit dem Auto fahren wir zur Bucht von Navarino, DSC04051in der Nähe von Pilos. Ab Gialova fahren wir auf einem Damm, welcher die Osman-Aga-Lagune vom Meer abtrennt. Die Naturstrasse ist sehr holperig und wir fahren entsprechend langsam den Stränden von Golden Beach und Divarios Beach entlang. Am Ende des Dammes lassen wir unser Auto auf dem Parkplatz stehen und machen uns an den Aufstieg zur Burg Paliokastro. Der Aufstieg führt durch steiniges Gelände mit üppiger Vegetation. Oben auf der venezianischen Burg hat man einen herrlichen Ausblick. Später fahren wir nach Pilos, wo wir zuerst «unseren» geschichtlichen Ort besuchen (siehe Do. 21.3.)! Danach setzen wir uns im hübsch zurechtgemachten Hafen in ein Restaurant, essen etwas und geniessen den schönen Ausblick auf das Städtchen.

DSC04061Mittwoch, 27.3.2019. Morgens leicht bewölkt, ab Mittag nimmt die Bewölkung DSC04097weiter zu. Wir fahren mit dem PW nach Methoni, wo wir die auf einer felsigen Halbinsel stehende venezianische Festung besuchen. Der Reiz dieser Anlage machen ihre Grösse und ihre Lage, direkt am Meer, aus. Im 15. Jh. lebten darin 2000 Menschen, die hier Schutz fanden.

 

DSC04037Donnerstag, 28.3.2019. In der Nacht hat es begonnen zu regnen. Tagsüber immer wieder Schauer und Starkwind, kühler. Relaxen und ausruhen stehen heute auf dem Programm, unterbrochen durch das Mittagessen. Am Nachmittag kommen Ruth und Ruedi vorbei. Sie bringen als Stimmungsmacher Ruedi’s frisch gebackene Linzertorte mit. Diese schmeckt vorzüglich und hebt die Stimmung sofort.

 

Freitag, 29.3.2019. In der Nacht hat es aufgehört zu regen. Am Morgen ist der Himmel noch von starker Bewölkung verhüllt, die im Verlaufe des Tages immer mehr abnimmt. Es ist kühler als in den vergangenen Tagen, aber genau richtig für ein Petanque Spiel. Zwei Teams werden durch Los zusammengestellt und schon beginnt ein spannender Wettkampf. Der erste Durchgang geht ganz knapp (13:12) an Lore und Ruedi. Beim zweiten Durchgang lässt dann die Konzentration beim Team Ruth und Hansruedi merklich nach. Die Sieger des ersten Durchgangs gewinnen auch den Zweiten, diesmal deutlich, 13:6. Nach einem Apéro und nachfolgendem Nachmittagsschlaf gehen wir am Abend im Campingrestaurant essen.

DSC04115Samstag, 30.3.2019. Die Sonne scheint den ganzen Tag, es gibt nur wenig Wolken. Wir fahren mit dem PW von Finikunda über Kaplani auf die Ostseite des ersten Fingers nach Charokopio. Da diese Strassen sehr eng sind, fahren wir entsprechend langsam. Plötzlich sehen wir vor unserem Auto zwei Wiedehopf, welche ein Stück weit vor uns herfliegen. Von Charokopio geht es dem Messenischen Golf entlang nordwärts. Beim Städtchen Pedalidi spazieren wir ein Stück dem Hafen entlang und legen einen Kaffeehalt ein. Auf der Weiterfahrt DSC04122decken wir uns an einem der vielen Verkaufsständen, welche an der Strasse stehen, mit Orangen und Gemüse ein. Im Dorf Charavgi folgen wir den Wegweisern zu den Wasserfällen, welche wir besichtigen wollen. Die letzten zwei Kilometer fahren wir über eine mit Löchern übersäte Naturstrasse zum Parkplatz. Ein Spaziergang von 15 Minuten bringt uns zu dem eher bescheidenen Wasserfall. Dafür ist die Umgebung umso eindrucksvoller. Weiter geht es nach Pilos, wo wir im Hafen etwas essen wollen. Schon von weitem sehen wir ein riesiges Kreuzfahrtschiff in der Bucht liegen. Im Hafen sehen wir dann die vielen Leute, die auf Landgang sind. Da wir es lieber etwas ruhiger haben, fahren wir weiter nach Methoni, wo wir eine gute Taverne kennen. Nach dem Essen geht es zurück zum Camping.

DSC04143Sonntag, 31.3.2019. Sehr schön und warm mit etwas Wind. Nach Mithilfe beim DSC04145Aufbau eines Vorzeltes bei Ursula und Dieter beschliessen wir, nach Pylos zum Mittagessen zu fahren. Anschliessend besuchen wir die über dem Hafen gelegene Burg Niokastro. Diese wurde von den Türken 1573 erbaut. Mit einbezogen wurde eine von den Kreuzrittern erbaute Kirche, welche als Moschee genutzt wurde. Heute ist sie wieder ein christliches Gotteshaus. Die Burganlage ist sehr gross und bietet faszinierende Ausblicke auf das Meer und die vorgelagerten Inseln.

DSC04153Montag, 1.4.2019. Sehr schön und warm. Am frühen Morgen singen wir zuerst unserem Enkel Elias ein «Happy Birthday» durchs Telefon. Danach packen wir unsere Sachen zusammen und ziehen weiter. Auf den gewohnt engen und holperigen Strassen fahren wir über Koroni, Petalidi nach Mesini. Hier geht es auf der Autobahn A7 nordwärts und später auf der 71 südwärts nach Sparta. Unser Auto hat richtiggehend frohlockt über die feine Strasse. Durch das Gewühl von Sparta erreichen wir etwas später unseren Camping Castle View in Mistras.

DSC04177Dienstag, 2.4.2019. Den ganzen Tag scheint die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Wir besuchen das antike Mystras, eine Geisterstadt, welche an einem steilen Berg gebaut wurde. Der oberste Teil befindet sich 300 Höhenmeter über dem untersten. Mystras wurde 1249 von einem fränkischen Fürsten gegründet. DSC04210Auf ihn folgten die Byzantiner, danach die Osmanen. Die Einwohnerzahl lag um 1700 bei 42'000 Einwohnern. Um 1800 waren es noch 16'000. Während des griechischen Freiheitskampfes wurde die Stadt von den Türken geplündert und mit Ausnahme von Kirchen und Klöstern zerstört. 1953 verliessen die letzten Familien Mystras. Anhand der Ruinen kann man sich die Anordnung der Stadt noch vorstellen. Die noch erhaltenen Kirchen begeistern durch ihren Baustil. Ein lohnender, eindrücklicher Ausflug.

DSC04210 2Mittwoch, 3.4.2019. Leichte Schleierbewölkung, jedoch angenehm. Nach zwei Nächten in Mystras zieht es uns weiter. Unser nächstes Ziel ist der Camping Gythion Bay in Gythion. Nachdem wir die verstopften Strassen von Sparta hinter uns gelassen haben, geht die Fahrt durch eine hügelige, abwechslungsreiche Landschaft. Für die ungefähr 50 Kilometer brauchen wir etwa eine Stunde. Der in einem lockeren Olivenhain angelegte Camping gefällt uns sehr gut. Wir richten uns «häuslich» ein und schon bald steht ein Salat auf dem Tisch. Nach der Mittagsruhe fahren wir mit den e-Bikes ins 5 Kilometer entfernte Städtchen Gythion und verschaffen uns einen ersten Überblick.

DSC04238Donnerstag, 4.4.2019. Am Morgen stark bewölkt, später zunehmend sonnig. Mit dem PW machen wir eine Rundtour durch die wilde Mani mit ihrer teilweise sehr kargen Landschaft. Doch im Moment ist alles am Blühen und die Mani strahlt in DSC04252ihrer Farbenpracht. Unterwegs treffen wir auf Dutzende kleiner Dörfer mit ihren typischen Häusern, Kirchen, Wohn- und Wehrtürmen. Alles wirkt gepflegt und gut unterhalten. Immer wieder steigen wir aus und erfreuen uns an Landschaft und Natur. Im schön gelegenen Küstenort Gerolimenas halten wir Mittagsrast und stärken uns mit einem echten, griechischen Essen bevor wir über Areopoli wieder nach Gythion zurückfahren.

Freitag, 5.4.2019. Am Morgen bedeckt, am Nachmittag setzt Regen ein. Da die Wetteraussichten nicht gut sind, fahren wir mit dem PW in die Stadt. Wir suchen eine Wäscherei auf und Hansruedi geht zum Frisör. Nach einer halben Stunde ist er kaum wieder zu erkennen. In einem Kaffee trinken wir einen Cappuccino, bevor wir im Supermarkt ein paar Sachen kaufen. Zurück auf dem Camping kochen wir uns wieder einmal selber etwas Feines. Gegen Abend wird der Regen immer intensiver und als wir zu Bett gehen regnet es sehr stark. Das bleibt die ganze Nacht über so.

Samstag, 6.4.2019. Der Regen kling langsam aus und um 11 Uhr, als wir unsere Wäsche abholen hat er ganz aufgehört. Es wird zunehmend freundlicher, so dass wir den Apéro vor dem Wohnwagen geniessen können. Danach fahren wir zu einem von der Rezeptionistin empfohlenes Strandrestaurant. Schon die Anfahrt dorthin ist sehr abenteuerlich, über einen Feldweg, der mit Löchern gespickt ist, wie ein guter Emmentaler. Vom Parkplatz aus ist das Restaurant nicht trockenen Fusses erreichbar, der Regen der letzten Nacht hat einen veritablen See um das Lokal gelegt. Der Wirt winkt uns, wir sollen mit dem Auto durch das Wasser fahren und direkt beim Eingang parkieren. Nach dem feinen griechischen Essen fahren wir wieder zurück und machen Siesta.

DSC04282Sonntag, 7.4.2019. Im Norden immer etwas wolkig, im Süden wolkenlos. Mit dem Auto fahren wir ins 5 Kilometer südlich von Areopoli gelegene Pirgos Dirou. Wir besuchen die Tropfsteinhöhlen Spileo Dirou. Mit einem Kahn werden wir durch einen Teil des eindrücklichen Höhlensystems gefahren. Da der Wasserstand sehr hoch ist, gibt es nur eine verkürzte Tour. Das reicht jedoch, um uns die Schönheit DSC04317dieser Höhlen mit ihren Stalagmiten, Stalaktiten und utopisch anmutenden Gebilden zu zeigen. Ein Stück des Weges geht es dann zu Fuss, zurück zum Eingang. Anschliessend fahren wir noch einmal durch die eindrückliche wilde Mani, diesmal im Gegenuhrzeigersinn. Wir machen wieder unzählige Fotohalte, um die karge Schönheit in unseren schwarzen Kästen festzuhalten. Der einzige Wehrmutstropfen ist das Mittagessen in Gerolimenas. Da haben wir kein gutes Händchen bewiesen. Das Essen war das schlechteste bisher auf dem Peloponnes.

Montag, 8.4.2019. Pünktlich zum Morgenessen fallen die ersten Regentropfen des angekündigten Gewitters. Es regnet zum Teil sehr heftig. Gegen 11 Uhr lässt der Regen nach und wir fahren zum Einkaufen. Wir kochen uns wieder einmal selber etwas Feines. Es bleibt weiterhin trocken, so dass wir draussen essen können. Ruedi hat am Morgen Schokoladenkuchen gebacken, dessen Hälfte wir problemlos mit Genuss verspeisen. Abwaschen und aufräumen können wir noch in der Trockenperiode, bevor es um 17 Uhr wieder heftig zu regnen beginnt. Es wird kühl und ungemütlich und wir ziehen uns wieder in unsere fahrbaren Häuser zurück.

Dienstag, 9.4.2019. Starker, böiger Wind, später immer wieder Regenschauer. Die geplante Velotour lassen wir, witterungsbedingt, aus. Stattdessen putzen wir unsere fahrbaren Häuser, leeren das WC und füllen Frischwasser ein. Das Mittagessen nehmen wir noch einmal bei Gregorio ein. Es schmeckt noch eine Idee besser als das erste Mal. Den Rest des Tages verbringen wir mit relaxen und lesen.

DSC04337Mittwoch,10.4.2019. Der Tag beginnt mit Wolken, welche jedoch immer mehr verschwinden. Der Nachmittag ist fast wolkenlos. Wir fahren mit dem PW auf die östliche Seite des dritten Fingers, in die mittelalterliche Stadt Monemvassia. Sie ist an einem steilen Felsklotz im Meer gebaut und nur über einen Damm DSC04370erreichbar. Der Felsen hat schon im 6. Jh. v. Chr. als Rückzugsort vieler Griechen gedient. Die Stadt besteht aus einer belebten, schön herausgeputzten Unterstadt, mit vielen schönen Häusern und Kirchen und einem Ruinenfeld, der Oberstadt. Schon 1911 verliessen die letzten Bewohner die Oberstadt. Wir schlendern durch die engen Gassen der Unterstadt und bewundern immer wieder die faszinierenden Ausblicke. Danach steigen wir zur Oberstadt hinauf, welche ein einziges Blumenmeer ist. Von oben hat man auch einen schönen Ausblick auf die Unterstadt.

Donnerstag, 11.4.2019. Viel Sonnenschein, auch ein paar Wolken. Es heisst Abschied nehmen vom schönen, sehr gepflegten Camping Gythion Bay. Auf der Hauptstrasse E961 fahren wir zuerst über Sparta nach Tripoli. Von da geht’s auf der 7 durch die Berge runter ans Meer. Es ist eine beeindruckende Fahrt, zuerst durch wilde Berglandschaften und danach in Serpentinen dem Meer entgegen, mit vielen grossartigen Ausblicken auf den Argolischen Golf. Über Nafplio erreichen wir unser Ziel in Iria, den Camping Posidon. Wir sind schnell einmal eingerichtet und schon gibt es ein feines Spargelrisotto und einen griechischen Salat, alles selbst gekocht!

DSC04380Freitag, 12.4.2019. Das Wetter bringt von allem etwas, bewölkt, Regen, Sonne, Gewitter. Wir beschliessen, keine grossen Sprünge zu machen und fahren in den Touristenort Tolo. Nach einem Spaziergang durch den langgezogenen Ort werden wir von den Restaurantbetreibern umworben. Wir entscheiden uns für ein Lokal mit sehr schönem Ausblick auf das Meer und die vorgelagerten Inseln und für frischen, sehr gut zubereiteten Schwertfisch.

 

IMG 20190413 135723Samstag, 13.4.2019. Entgegen den Vorhersagen von SRF-Meteo regnet es bis DSC04383Mittag immer wieder. Wir lassen den geplanten Ausflug nach Epidaurus fallen und fahren stattdessen nach dem Mittag in die Altstadt von Nafplio. Hier bummeln wir durch die sehr touristische Altstadt an den Hafen. Eine tolle Segeljacht erregt unsere Aufmerksamkeit, wir müssen aber schnell erkennen, dass diese weit ausserhalb unserer finanziellen Möglichkeiten liegt:-) Zurück auf dem Camping hat sich das Wetter so gebessert, dass wir unser Abendessen am Strand und bei fast wolkenlosem Himmel einnehmen können.

Sonntag, 14.4.2019. Ganzer Tag wechselnd bewölkt. Nachdem Ruth ihre Wäsche gewaschen und DSC04395aufgehängt hat, fahren wir nach Mykene, wo wir die Reste der antiken Stadt besichtigen wollen. Es bleibt jedoch beim guten Willen. Bei der Anfahrt sehen wir gewaltige Menschenmassen, welche sich ins historische Gelände wälzen. Wir sind uns sofort einig, dass wir keine Lust auf ein Bad in der Menge haben. Wir wenden und fahren zurück nach Karalia Kandias. Auf einer Restaurant Terrasse, direkt über dem Meer, lassen wir uns mit einem feinen Mittagessen verwöhnen. Übrigens, hier sind wir wieder fast unter uns!

Montag, 15.4.2019. Der Himmel ist zuerst teilweise bewölkt, ab 16 Uhr Gewitter und heftiger Regen. Wir DSC04413fahren nach Epidaurus, um das imposante Theater zu besichtigen. Anfangs des 3. Jh. v. Chr. wurde es mit 34 Sitzreihen erbaut. Im 2. Jh. v. Chr. wurde es um 21 Sitzreihen erweitert, so dass 13'000 Zuschauer darin Platz fanden. Erwähnenswert ist auch die Akustik. Leises Flüstern unten auf der Spielfläche ist bis in die obersten Sitzreihen zu hören.
Nach der Besichtigung fahren wir zurück und kaufen in Drepano alles Nötige für einen Grillnachmittag ein. Rechtzeitig vor dem Regen können wir aufräumen und den Grill wieder versorgen.

Dienstag, 16.4.2019. Ganzer Tag sonnig, wenig Wolken. Wieder ist es Zeit, einen Standortwechsel vorzunehmen. In Kürze haben wir unsere Sachen gepackt und fahren los Richtung Korinth. Einmal mehr geht es durch die Berge. Ich habe mir die Route eingeprägt, werde aber doch unsicher, als das GPS uns auffordert zu wenden. Lore hat jedoch die Karte gut im Griff und besteht auf Weiterfahrt, was sich schliesslich als richtig erweist. Die Zufahrt zu unserem Ziel, Camper Stop Afrodites Water in Archea Korinthos, ist eine heikle Angelegenheit, geht es doch durch engste und zum Teil steile Strassen. Aber auch diese Prüfung meistern wir und um 12 Uhr sind wir am Ziel.

Mittwoch, 17.4.2019. Bis Mittag leicht, danach zunehmend bewölkt. Zuerst besuchen wir die antike DSC04445Festung Akrokorinth. Sie steht auf einem 575 m hohen Hügel mit schöner Fernsicht. Die Burg beeindruckt durch die gewaltige Länge ihres dreifachen Mauerrings. Wir besteigen auch den auf dem höchsten Punkt stehenden Turm und bekommen einen Überblick über die riesige Burg.DSC04461
Vom Berg geht es zum Wasser und hier zu einem ebenso beeindruckenden Bauwerk, dem Kanal von Korinth. Er ist 6343 m lang und verbindet den Golf von Korinth mit dem Saronischen Golf. Die Wassertiefe beträgt 8m. Der Kanal ist an der Wasseroberfläche 24m und am Grund 21 m breit. Die Felswände steigen bis zu 76 m hoch auf. Baubeginn war am 23. April 1882, das erste Schiff durchfuhr den Kanal am 25. Juli 1893.

Donnerstag, 18.4.2019. Am Morgen leicht bewölkt, am Abend etwas Regen. Es ist Zeit, den Camper Stop zu verlassen. Für uns war er eine Enttäuschung. Die sanitären Einrichtungen sind sehr bescheiden, 1 Dusche, bei der es auf alle Seiten spritzt, je 1 WC für Damen und Herren. Alles wirkt sehr schmuddelig. Die 13 Euro sind für das Gebotene viel zu viel. Die Wegfahrt gestaltet sich viel einfacher als befürchtet, nach zwei nicht allzu engen Kurven sind wir auf einer guten Strasse. Wir fahren nach Akrata Beach auf den Camping. Verglichen mit dem Camper Stop in Korinth ist das wie Tag und Nacht. Schöne und saubere Sanitäreinrichtungen und schöne Stellplätze. Wir richten uns häuslich ein und fahren dann mit den Velos ins Dorf.

Freitag, 19.4.2019. Leicht bewölkt, ab Mittag kühler Ostwind. Lore hat Waschtag. Nachdem die Wäsche hängt, fahren wir zum Einkaufen. Zum Mittag machen wir einen griechischen Salat, danach heisst es dolce far niente.

DSC04472Samstag,20.4.2019. Am Morgen leicht bewölkt, ab Mittag wird der Ostwind, den wir schon die letzten Tage immer gespürt haben, immer stärker. Am Abend hat er fast Orkanstärke und die Wellen schlagen mit grosser Wucht ans Ufer. Wir fahren mit den e-Bikes südostwärts der Küste entlang. Am Wendepunkt gönnen wir uns einen Kaffee. Auf dem Rückweg kaufen wir das Essen für heute und morgen ein. Zurück auf dem Camping stellen wir Ruedis Windschutz auf. Danach nehmen wir den Grill in Betrieb und verwöhnen uns mit einem richtig feinen Essen.

@Solothurner/St.Galler, die wir in Finikunda getroffen haben (Kägi Frettli): Falls ihr uns mal mailen wollt, wo ihr seid, schreibt uns doch an hansruedi(at)bussmann.li

DSC04507Sonntag, 21.4.2019. Vom Wind von gestern ist nichts mehr zu spüren, auch das Meer hat sich wieder beruhigt. Es ist den ganzen Tag wolkenlos bis leicht bewölkt. Einmal mehr fahren wir ins stark zerklüftete Hinterland. Vor Trapeza zweigen wir von der Küstenstrasse in Richtung Kalavrita ab. Unterwegs treffen wir auf das Kloster Mega Spileo (Grosse Höhle). Es hängt wie ein Schwalbennest unter einer 100 m senkrecht aufragenden Felswand. Kürzlich wurde DSC04480das Kloster für 7 Mio. Euro komplett renoviert. Davon steuerte die EU 80% bei. Weiter geht unsere Fahrt durch wild zerklüftete Berge ins 900 m hoch gelegene Kalavrita. Hier befindet sich auch die Endstation der Zahnradbahn Diakopto – Kalavrita. In Kalavrita wurde am 13. Dezember 1943 von deutschen Soldaten ein Massaker an der Zivilbevölkerung angerichtet. Dabei kamen mindestens 551 Männer und Jungen ums Leben, als Vergeltung für die Erschiessung von 81 Wehrmachtsangehörige durch griechische Partisanen. In nachdenklicher Stimmung treten wir den Rückweg an.

Montag, 22.4.2019. Ganzer Tag bedeckt. Mit den Velos fahren wir nach Akrata hoch. Das Dorf liegt auf einer Hochebene über Akrata Beach. Nach einem Kaffeehalt flitzen wir wieder zum Meer hinunter und zurück zum Camping. Die für gestern eingekauften Koteletten grillieren wir und zusammen mit dem Ofengemüse essen wir einmal mehr köstlich.

Dienstag, 23.4.2019. Wetter weiterhin schlecht. Die Frauen fahren zum Einkaufen, die Männer nehmen einen Apero (Campari-Orange). Danach gibt es ein weiteres Mal Poulet Eintopf. Am Abend entschliessen wir uns, langsam den Heimweg anzutreten. Morgen Abend geht es auf die Fähre Patras – Bari.

Mittwoch, 24.4.2019. Am Morgen bedeckt, am Nachmittag in Patras teilweise sonnig. Ruedis Fährbuchung macht noch etwas Probleme. Doch um 11 Uhr meldet eine freundliche, initiative Dame, dass alles i.O. sei. Wir verabschieden uns vom Chef des Akrata Beach Camping und fahren gemütlich nach Patras in den Hafen. Nach langem Warten können wir auf die Fähre Superfast 1 fahren. Wir haben Camping on Bord gebucht und dieses Mal ist es echtes Camping on Bord. D.h. wir können in unseren Fahrzeugen schlafen. Um 18 Uhr legt die Fähre ab und wir sind schon bald im Schiffsrestaurant beim Abendessen. Was wir da zu essen kriegen, würde ich niemandem wünschen, es ist mit Abstand das Schlechteste in diesen Ferien und teuer noch dazu. Wer also mit dem Schiff Superfast 1 fahren will, nimmt am Besten ein paar leckere Sandwiches mit an Bord. In der Nacht gibt es noch einen Zwischenhalt in Igumenitsa, wo noch ein paar Lastwagen auf die Fähre rollen.

Donnerstag, 25.4.2019. Blaues Meer und Sonnenschein begrüssen uns am Morgen. Das Frühstück auf der Superfast 1 kann man essen, da kann der Koch ja auch nicht viel falsch machen. Um 9:30 Uhr legt die Fähre in Bari an und wir rollen von Bord. Zügig geht es nordwärts aus der Stadt nach Bisceglie auf den Agrocamping Brezza trag li ulivi. In einem schön gepflegten Olivenhain suchen wir uns einen Platz. Da in Italien ein Feiertag ist (Anniversario della Liberazione), gibt es im Restaurant ein echtes, mehrgängiges, italienisches Menu. Das kommt mir sehr gelegen, Lore hat nämlich Geburtstag. Ich reserviere uns einen Tisch und sage der Dame auch, dass meine Frau Geburtstag hat. Um 13 Uhr gehen wir zum Essen und wir geniessen Antipasti, Primi, Secondo und Frutta e dessert. Es ist ein Spitzenessen! Eine andere Geburtstagsgesellschaft ist ebenfalls anwesend und der DJ lässt es sich nicht nehmen, auch Lore zum Geburtstag zu gratulieren. Nach dem Essen machen wir zu Lores Freude noch ein Tänzchen, danach legen wir uns bei sommerlichen Temperaturen in die Liegestühle und halten die Beine hoch.

DSC04521Freitag, 26.4.2019. Ganzer Tag diesig und warm. Mit den Velos fahren DSC04534wir dem Meer entlang nach Bisceglie. Unterwegs treffen wir auf schöne Strandabschnitte mit Rundtürmen aus Stein. Der malerische Hafen von Bisceglie lädt uns förmlich zum Apero ein. Wir geniessen das lebendige Treiben im Hafen und den umliegenden Lokalen. Danach geht es zurück auf den Camping, wo wir im ausgezeichneten Restaurant das Mittagessen einnehmen.

DSC04542Samstag, 27.4.2019. Ganzer Tag wolkenlos, etwas kühler als noch gestern. Wir machen einen Ausflug ins 17 km entfernte Trani, eine Stadt mit 53'000 Einwohnern und einem sehenswerten Hafen. Da die Italiener überall parkieren, nur nicht dort, wo es etwas kostet, finden wir problemlos einen Parkplatz in Hafennähe für 2 Euro. Der Hafen ist kreisrund wie ein Pool und voll mit Booten aller Art. An einem Ende steht eine markante Kirche, am andern Ende liegt ein grosser Park, in dem sich viele Familien mit ihren Kindern verweilen. Bei einem Apero an der Hafenpromenade sehen wir dem geschäftigen Treiben zu.

Sonntag, 28.4.2019. Bei strahlendem Wetter packen wir unsere Sachen zusammen und verabschieden uns von Ruth und Ruedi. Mit ihnen haben wir eine sehr schöne Zeit erlebt. Uns zieht es langsam in Richtung Schweiz, sie beide wollen noch in die Toscana. Wir machen einen grossen «Sprung» von 383 km und landen wohlbehalten auf dem Camping Le Mimose in Porto Sant’Elpidio. Zur Begrüssung bekommen wir ein paar Regentropfen zu spüren, das ist aber schnell vorbei.

Montag, 29.4.2019. Hier beende ich unser Reisetagebuch. Wir werden in den nächsten Tagen etappenweise nach Hause fahren.

WOMO zu verkaufen

   Unser WOMO ist verkauft. Es wird demnächst ein Wohnwagen folgen.

Unser Wohnwagen

2018 - ...
Während 10 Jahren waren wir mit unserem WOMO in ganz Europa unterwegs. Dabei war unsere Aufenthaltsdauer an einem Ort meist nicht länger als 2 - 3 Tage. Da wir nun ein Alter erreicht haben, wo man es gerne etwas gemütlicher angeht, haben wir uns 2017 entschlossen, unser WOMO gegen einen Wohnwagen einzutauschen. Sehr schnell fanden wir einen Käufer für das WOMO (wir hätten es gleich mehrmals verkaufen können). Wir wussten auch schon welche Art Wohnwagen wir kaufen wollten. Wir liessen uns Offerten machen bei Bantam in Urdorf und bei Ernst in Ettenheim Deutschland. Unser Traumwagen war ein Hobby 540 UL. Leider konnte uns Bantam auf das Frühjahr 2018 keinen liefern, da die GL es versäumt hat, bei Hobby rechtzeitig Reservationen zu platzieren. Bei der Firma Ernst in Ettenheim wurden wir bestens bedient. So konnten wir den nach unseren Wünschen konfigurierten Wohnwagen am Montag 9. April 2018 in Ettenheim abholen. Die Verzollung in Basel war bestens vorbereitet, so dass wir ohne grossen Zeitverlust nach Hause fahren konnten.

2000 - 2017
Mit unseren Kindern fuhren wir in den Sommerferien regelmässig mit dem Zelt nach Südfrankreich. Eines Tages jedoch war diese Familienidylle vorbei, die Kinder fuhren mit Freundinnen und Freunden in die Ferien und wir überlegten uns, wie wir, Lore und ich, unsere Ferien in Zukunft verbringen wollten. Im Jahre 2000 mieteten wir unser erstes Wohnmobil, ein Pössel Duovan, in Lübeck. Damit machten wir unsere erste WOMO-Reise. Sie führte uns an Norwegens Fjordküste hoch bis auf die Lofoten und durch Schweden wieder zurück. Das "WOMO-Leben" hat uns so gut gefallen, dass wir nun regelmässig im Sommer eins mieteten. Die Vermieter suchten wir immer in Deutschland, da die Preise ungefähr die Hälfte derjenigen in der Schweiz waren. 2001 bereisten wir Normandie und Bretagne. 2003 vermochte uns die Feldberger Seenplatte (Mecklenburg) zu begeistern. 2004 besuchten wir - auf den Spuren von Rosamunde Pilcher - Südengland. 2005 fuhren wir nach Polen, zuerst an die Ostseeküste, danach in die Masuren.

Unser WOMO ist ein Knaus Sun Traveller.

2006 begann in uns die Idee eines eigenen WOMOS zu reifen, dies einerseits in Anbetracht der 7 Wochen Ferien, die ich ab 60 erhielt und andererseits des für 2009 geplanten Ruhestandes. Lore und ich befassten uns intensiv mit Grundrissen, Aufbauten (Alkoven, Teil- oder Vollintegriert), Anzahl Schlafplätze, Motorisierung und vielem mehr. Da wir auch mit unseren in der Zwischenzeit reichlich eingetroffenen Enkelkindern verreisen wollten, zeichnete sich ein Alkoven-Mobil mit sechs Schlafplätzen ab. Unser zukünftiges WOMO sollte auch winterfest sein, da wir damit auch im Winter verreisen wollten. Wir schrieben einige Firmen in Deutschland an und besuchten im Herbst 2006 die Ausstellung in Villingen-Schwenningen. Dort fanden wir unser Wohnmobil, ein Knaus Sun Traveller 650 DKG bei der Firma Burmeister, Caravan Center in Bodman-Ludwigshafen. Wir liessen unser "Haus auf Rädern" über den Winter noch bei Burmeister stehen. In der Zwischenzeit mussten wir den Führerschein C1 für schwere Motorwagen bis 7.5 Tonnen machen, da unser Mobil für 3850 kg Gesamtgewicht zugelassen war. In dieser Zeit suchten wir auch eine Abstellmöglichkeit in unserer Nähe. Im Frühjahr erfolgte dann die Auslieferung. Ein Angestellter der Firma Burmeister brachte unser WOMO fertig verzollt und WUSt-abgerechnet zu uns nach Hause. Er gab uns auch eine umfassende Einführung und erklärte uns sämtliche technischen Einrichtungen. Der Import in die Schweiz wurde also vollständig durch die Firma Burmeister abgewickelt. Wir waren sehr zufrieden und haben erst noch eine Menge Geld gespart!



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