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Peloponnes Frühjahr 2019

Montag, 11.3.2019. Wetter in Küssnacht stark bewölkt und windig. Teilweise Regen, Graupelschauer und Schneefall. Wir warten einen niederschlagsfreien Moment ab, um noch unsere Fahrräder aufzuladen. Um 11 Uhr fahren wir los, Richtung Gotthard. Im Radio hören wir, dass der Brünigpass zurzeit nur mit Schneeketten befahrbar sei. Mit einem flauen Gefühl im Magen fahren wir bei immer stärker werdendem Schneetreiben dem Gotthardtunnel entgegen. Bei der Einfahrt in die Röhre atmen wir hörbar auf. Auch auf der anderen Seite des Tunnels liegt Schnee, die Autobahn jedoch ist schneefrei. Um 13 Uhr machen wir Halt an der Raststätte Bellinzona. Eigentlich wollten wir ursprünglich bei Bellinzona oder Lugano auf einem Campingplatz übernachten. Wir sind jedoch bis dahin so gut gefahren, dass wir beschliessen über Mailand hinaus zu fahren, soweit wir mögen. Trotz starkem Wind kommen wir gut voran. Einzig die Lastwagen, die uns überholen, sind etwas lästig. Um 17:45 Uhr, schon einiges nach Bologna rufen wir Ruth und Ruedi an, dass wir noch bis zu ihnen nach Bellaria auf den Happy Camp fahren werden. Sie sorgen dafür, dass das Tor für uns noch offen ist. Kurz nach 19 Uhr treffen wir auf dem Camping ein. Ruedi hilft uns den Wohnwagen zu stellen, während Ruth ein leckeres Nachtessen bereitet. Schon bald sitzen wir bei Spaghetti und Wein und feiern den Start unserer gemeinsamen Ferien.

Dienstag, 12.3.2019. Am Morgen begrüsst uns ein wolkenloser, tiefblauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Es herrscht noch immer ein kühler Nordwind. Er ist aber bei weitem nicht mehr so stark wie gestern. Um 10:30 Uhr starten wir eine Strandwanderung ins Zentrum von Bellaria. Hier gönnen wir uns auf einem sonnigen, windgeschützten Platz einen Apéro. Um 12 Uhr machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, wo wir etwas zu Mittag essen können. Unsere Suche ist leider erfolglos. Wir kaufen uns die Zutaten für ein Mittagessen, wandern zurück und kochen selbst. Bei strahlendem Sonnenschein geniessen wir unseren Risotto und trinken einen feinen Wein dazu. Anschliessend verwöhnen wir uns noch mit Kaffee und Ruths feinem Schokokuchen.

Mittwoch und Donnerstag, 13. / 14.3.2019. Der Himmel ist leicht bewölkt, die Temperatur angenehm. Um 9:30 Uhr fahren wir los Richtung Ancona, wo wir gegen 11 Uhr im Hafen eintreffen. Zuerst müssen wir unser per Internet gekauftes Fährticket abholen und uns einchecken. Danach können wir sofort auf die Fähre fahren. Um 12 Uhr sitzen wir bereits auf dem Oberdeck bei einem Bier. Mit einer halbstündigen Verspätung legt die Fähre ab und nimmt Kurs auf Griechenland. Am Abend stimmen wir uns mit einem guten griechischen Essen auf unser Zielland ein.
Am Donnerstagmorgen geniessen wir im Bordrestaurant ein reichhaltiges Frühstück. Während dieser Zeit legt die Fähre in Igumenitsa an, wo ein Teil der Lastwagen und PKW’s von Bord fahren. Schon bald geht es jedoch weiter nach Patras, das von schneebedeckten Bergen überragt wird. Wir legen pünktlich an. Der Himmel ist nun mit dicken schwarzen Wolken bedeckt und wir müssen befürchten, dass es heute noch Regen geben wird. Wir fahren westwärts unserem Tagesziel, Camping Ionion Beach in Glyfa, entgegen. Der erste Regenschauer prasselt in dem Moment auf uns nieder, als wir unser Ziel erreichen. Wir warten, bis der Regen aufhört und installieren uns rasch, denn die nächsten Schauer nahen schon. Ein feines, selbstgekochtes Nachtessen hält uns bei Laune. So hoffen wir, dass das Wetter morgen wieder besser wird!

Freitag, 15.3.2019. Am Morgen ist es noch wechselnd bewölkt, gegen Mittag immer sonniger. Zum Frühstück gibt es einen leckeren Orangensaft, frisch gepresst aus den Orangen, die wir gestern unterwegs am Strassenrand gekauft haben. Da unser Campingplatz etwas abgelegen, aber sehr schön am Meer gelegen ist, machen wir uns auf, das nächstgelegene Dorf Vartholomio zu erkunden und Einkäufe zu tätigen. Wir finden dann auch ein einladendes Restaurant, wo wir uns mit griechischen Speisen verwöhnen lassen. Zurück im Camping, geniessen wir das sonnige Wetter und legen die Beine hoch :-)

Samstag,16.3.2019. Den ganzen Tag über scheint die Sonne von einem tiefblauen, wolkenlosen Himmel. Unsere DSC03908Fahrräder schreien förmlich nach Bewegung. So nehmen wir den Weg über Glyfa nach Arkoúdi unter die Räder. Der Weg führt durch landwirtschaftliches Land mit vielen Olivenbäumen, unter denen  sich bunte Blumenteppiche ausbreiten. Arkoúdi ist ein kleines aber lebhaftes Dorf mit 50 Einwohnern und fast noch mehr Restaurants. Es liegt traumhaft in einer Bucht, direkt am Meer. Wir steuern auf DSC03911das Restaurant Faro zu, das Ruth und Ruedi von früher her kennen. Es hat eine, direkt über dem Meer gelegene, schöne Terrasse. Der Chef ist noch beim Einkaufen, aber der Angestellte bringt uns schon mal einen Krug Weisswein und eine Flasche Wasser. Vom Einkaufen zurück begrüsst uns der Chef freudig. Nun werden wir nach allen Regeln der Kunst verwöhnt. Zuerst werden ein Griechischer Salat und Tzatziki serviert, gefolgt von frittierten Calamares. Danach gibt es Fisch und Frittes. Zu guter Letzt gibt es noch ein griechisches Dessert und den obligaten Ouzo. Rundum zufrieden, fahren wir wieder zurück und widmen den Rest des Nachmittages unserer Verdauung und dem Liegestuhl.

DSC03912Sonntag, 17.3.2019. Ein weiterer strahlender Tag begrüsst uns. Mit den Velos fahren wir nach Kastro. Der Weg führt zum einen durch Kulturland, zum anderen durch naturbelassenes Gelände, das mit schönen Tälern durchzogen ist. In Kastro führt uns der Weg zur mittelalterlichen, von fränkischen Rittern erbauten Burg Chlemoútsi. Sie ist ein echter Brocken in einer Landschaft, welche eher durch kleinere Häuser geprägt ist. Die Burg ist sehr gut erhalten und beherbergt auch ein Museum. Nach der Besichtigung machen wir uns auf den Heimweg. Eine rasante Abfahrt bringt uns nach Arkoúdi. Von da geht’s auf demselben Weg wie gestern zurück zum Camping.

DSC03924Montag, 18.3.2019. Am Morgen ist der Himmel bedeckt, nach dem Mittag setzt sich immer mehr die Sonne und der blaue Himmel durch. Der Tag beginnt schon DSC03926mal mit Gesang, aber nicht nur Vogelgesang, auch wir singen heute, nämlich zu Ruedis 70. Geburtstag. Später fahren wir mit dem PW nach Kalogriá, wo der über 15 km lange Küstenwald Dássos Strofiliás und sein sumpfiges Hinterland beginnen. Der Wald besteht aus Schirmpinien und Walloneneichen und erstreckt sich entlang eines Sandstrandes und ist ein Paradies für Vögel, Reptilien und Amphibien. Später fahren wir zurück nach Vartholomio, wo wir Ruedis Geburtstag bei einem feinen Essen feiern.

Dienstag, 19.3.2019. Am Morgen werden wir ein weiteres Mal von einem wolkenlosen Himmel und einer strahlenden DSC03939Sonne begrüsst. Wir nehmen ein kräftiges Frühstück zu uns, schliesslich geht es heute ins antike Olympia. Zwar nehmen wir nicht an Wettkämpfen teil, aber ein Marathon ist die Besichtigung der antiken Stätte und des archäologischen Museums auf jeden Fall. Zuerst besuchen wir das Ausgrabungsgelände, das seit 1875 von deutschen Archäologen betreut wird, welche alle Funde in Olympia beliessen. Die Mauern und Säulen geben einen Eindruck, was hier während 1000 Jahren Bauzeit entstanden ist. Staunend spaziert man an den Resten des Zeus DSC03968Tempels vorbei. Wenn man ins olympische Stadion einmarschiert, versucht man sich vorzustellen, welcher Betrieb hier an Wettkampftagen geherrscht haben muss. Nach dem Rundgang durch das antike Olympia besuchen wir das archäologische Museum. Hier sind viele der Schätze, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden zu sehen. Von vielen Statuen wurden die gefundenen Fragmente so zusammengesetzt, dass die Figuren zu erkennen sind. Die Besichtigung des antiken Olympia zeigt uns, wie weit fortgeschritten die Kultur hier war. Mit vielen fantastischen Eindrücken fahren wir zum Camping zurück.


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