Mit Wohnmobil und Wohnwagen unterwegs

Bussmann's auf Achse

Deutschland 2016

Die Bilder zur Tour sieht man hier!


- Am Dienstag 10.5. schliessen wir die Wohnungstür und machen uns auf den Weg nach Deutschland. Zuerst geht es nach Markdorf am Bodensee. Hier treffen wir Gabriela und Heinz. Der Camping Wirthshof ist sehr komfortabel und hat grosszügige Parzellen.


- Am Mittwoch 11.5. machen wir eine Radtour, die uns unter anderem auf den Affenberg und zur Pfahlbauersiedlung am Bodensee führen. Auf dem Affenberg dominieren, was der Name nicht vermuten lässt, die Störche, welche hier gleich dutzendweise nisten. Diese Radtour wird für längere Zeit die einzige sportliche Tätigkeit bleiben.


- Ab dem 12.5. wird es sehr kühl und es regnet wie aus Kübeln. Wir besuchen das Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee. Das Museum ist modern und grosszügig eingerichtet und gibt einen guten Überblick über die Entwicklung von Wohnwagen und Wohnmobilen beginnend in den 1930-er Jahren bis heute. Dabei beschränkt sich die Ausstellung keineswegs nur auf die Geschichte von Hymer, sondern zeigt auf, wer womit massgeblich zur Entwicklung beigetragen hat.
- Es schüttet auch am 13.5. weiter wie aus Kübeln. Das ist Anlass genug, einen Shopping-Tag einzulegen. Unsere Frauen freuts besonders und sie halten sich beim Geldausgeben nicht zurück :-)
- Am 14.5. weint der Himmel weiter, auf den Feldern bilden sich schon Seen und es ist weiterhin sehr kühl. Wir fahren nach Ravensburg ins Museum Ravensburger. In einem historischen Gebäude wird auf drei Stockwerken die Geschichte der Ravensburger Spiele aufgezeigt. Die Erfolgsgeschichte begann 1883 und setzt sich bis heute fort.
- Gabriela und Heinz fahren nach einem gemeinsamen Frühstück am 15.5. wieder nach Hause, sie sind ja schliesslich noch jung und dürfen noch arbeiten. Auch wir fahren, aber noch nicht nach Hause, durch die fränkische Seenlandschaft fahren wir nach Nürnberg. Direkt neben dem Frankenstadion und in der Nähe des geschichtsträchtigen Reichstagsgeländes finden wir den Knaus Campingpark.


- Am Pfingstmontag 16.5. fahren wir mit der S-Bahn ins Zentrum von Nürnberg. Es ist zwar immer noch feucht und kühl, das kann jedoch unsere Begeisterung für die wunderschöne Altstadt nicht trüben. Nachdem Nürnberg im 2. Weltkrieg fast ganz zerstört wurde, wurde es nach dem Ende des Krieges wieder aufgebaut. Ein Besuch der Nürnberger Altstadt können wir nur empfehlen.


- Bevor wir uns am 17.5. von Nürnberg verabschieden, sehen wir uns zuerst das Reichstagsgelände und danach noch das Gebäude, wo die Prozesse gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes stattfanden, an. Dann verlassen wir Nürnberg und fahren durch die fränkische Schweiz nach Pottenstein. Auf dem Camping Bärenschlucht erhalten wir einen schönen Platz. Die Gegend erinnert uns stark an den Jura, vor allem die Klus bei Balsthal sieht ganz ähnlich, nur grösser, aus.


- Am 18.5. starten wir nach dem Frühstück bei gutem Wanderwetter unsere erste Tour in der Fränkischen Schweiz. Sie führt uns vom Campingplatz nach Pottenstein und durch das obere Püttlachtal. Durch schöne Wälder geht es der Püttlach entlang. Später steigen wir auf den Höhenzug (ca. 500 MüNN) und wandern nach Pottenstein zurück. Nach einem leckeren Eisbecher geht es zurück zum Camping.


- Für den 19.5. ist wieder nasses Wetter angesagt. Mit den Fahrrädern fahren wir zur Teufelshöhle und nehmen an einer Führung durch die Höhlengänge, die 1906 entdeckt wurden, teil. Im Höhlensystem wurden die Skelette von 80 Bären gefunden, welche sich vermutlich zum Sterben in die Höhlen zurückgezogen haben.


- Das Wetter lädt am 20.5. wieder zum Wandern ein. Mit den Fahrrädern fahren wir bis zur Teufelshöhle. Da starten wir unsere Rundwanderung, die uns durch eine impossante und abwechslungsreiche Landschaft führt. Wendepunkt ist die Ortschaft Bronn. Danach geht es wieder zurück zur Teufelshöhle.
- Bei sonnigem und warmem Wetter verlassen wir am 21.5. die fränkische Schweiz und fahren nordwärts. Unser Ziel liegt im Harz, der Campingplatz Harz Camp in Göttingerode bei Bad Harzburg. Wir finden einen sehr schönen, am Waldrand gelegenen Platz.


- Mit den Velos fahren wir am 22.5. nach Rammelsberg ins ehemalige Bergwerk, das seit 1988 stillgelegt ist, da man kein Erz mehr gefunden hat. Das Bergwerk wurde ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen und kann besichtigt werden. Wir nehmen an zwei Führungen teil. Die erste zeigt uns, wie um 1910 gearbeitet wurde und im Gegensatz dazu die zweite, die uns die Fortschritte um 1950 aufzeigt. Die erste Tour führt uns zu Fuss in den Berg. Auf dem Weg des Wassers, das für die Förderung benötigt wurde. Für die zweite Tour fahren wir im Grubenzug 500 m in den Berg und sehen wie hier mit moderneren Methoden gearbeitet wurde. Der Besuch dieses Bergwerks ist ein grosses Erlebnis.


- Nach dem Bergwerk gestern, besuchen wir heute (23.5.) bei angenehmem und trockenem Wetter Goslar. Die Altstadt gehört seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe. Da Goslar im 2. Weltkrieg von Bomben gänzlich verschont blieb, kann hier noch die ursprüngliche Bausubstanz bewundert werden. Die Stadt ist so reich an schönen Bauwerken, dass man fast nicht weiss wohin man schauen soll. Auch ein Teil der Stadttore mit ihren dicken Wachttürmen ist bestens erhalten und gepflegt. Goslar, am nördlichen Rand des Harz, hat uns sehr gefallen.
- Am 24.5. ist es sehr nass und kühl. Wir bleiben vorerst im WOMO und aktualisieren unsere Home Page. Am Nachmittag fahren wir mit dem Bus nach Bad Harzburg und spazieren die Shoppingmeile hinauf und wieder hinunter. Zwischendurch verwöhnen wir uns mit Kaffee und Kuchen.


- Das Wetter ist am 25.5. wieder trocken, es bleibt aber den ganzen Tag neblig. Wir packen unsere sieben Sachen und ziehen weiter auf einen Campingplatz am Rande von Lübeck. Am Nachmittag fahren wir mit dem Bus, der gleich vor dem Camping hält, in die Stadt. Das erste was wir sehen ist das eindrückliche Holstentor mit den Speicherhäusern daneben. Wir schlendern durch die schöne Altstadt und begegnen beim Buddenbrookhaus dem Geist von Thomas Mann.


- Leider ist es am 26.5. noch immer neblig und am Nachmittag fällt leichter Nieselregen. Wir fahren noch einmal mit dem Bus in die Stadt. Zuerst machen wir eine einstündige Bootstour und sehen so die Altstadt und den Hafen aus einem etwas anderen Blickwinkel. Danach schlendern wir erneut durch die gut bevölkerte Altstadt.
- Weiter geht es am 27.5. an die Ostsee. Unser Ziel ist das Seebad Kühlungsborn. Hier finden wir einen tollen Campingplatz, direkt am Ufer der Ostsee. Hier wollen wir 5 - 6 Tage bleiben.


- Auch am 28.5. ist es relativ kühl. Mit den Fahrrädern fahren wir am Ufer der Ostsee ostwärts bis nach Börgerende. Unterwegs treffen wir auf einen von ursprünglich 27 Wachttürmen der DDR Grenzschutztruppen. Zwei sind noch erhalten, einer in Kühlungsborn, der andere hier in Börgerende. Hier wurde die Grenze nicht nur gegen Eindringlinge verteidigt, vielmehr sollten hier auch Flüchtlinge, welche die DDR verlassen wollten, gefasst werden. Dazu wurden jeweils auch Freiwillige aus Börgerende beigezogen. Das löst in uns ein unangenehmes Gefühl aus, wenn wir denken, was hier alles geschah.


- Am Morgen des 29.5. ist es sehr neblig, kühl und windig. Trotzdem besteigen wir unsere Drahtesel und fahren westwärts bis ins Ostseebad Rerik. Unterwegs finden wir einen Dolmen (Steintisch) aus der Jungsteinzeit. An der Seebrücke in Rerik können wir einen Schwimmer beobachten, der sich auch durch eisige Wassertemperaturen nicht von seinem Vergnügen abhalten lässt. Eigentlich wollten wir noch die Halbinsel Wustrow, welche von den Russen bis 1992 besetzt war, besuchen. Leider ist der Zugang gesperrt, da die Halbinsel noch immer "Munitionsverseucht" ist.


- Mit unseren E-Bikes erkunden wir am 30.5. die Umgebung von Kühlungsborn. Zuerst besuchen wir Deutschlands höchstgelegenen Leuchtturm auf 79 MüM. Danach fahren wir zu einer alten Mühle am wurde. Danach flanieren wir durch die Strandstrasse und genehmigen uns im Brauereirestaurant eine Currywurst und ein grosses Maibock!


- Am Dienstag 31.5. steht ein Schiffsausflug mit der MS Baltica auf dem Programm. Um 10 Uhr legen wir an der Seebrücke ab. In 1 1/2 Stunden geht es Ostwärts nach Warnemünden, dem Hafen von Rostock. Hier nehmen wir auch an der Hafenrundfahrt teil und erhalten viele Informationen rund um den Hafen und seine Entwicklung. Danach geht es den selben Weg wieder zurück.


- Unsern letzten Tag an der Ostsee, den 1.6., wollen wir nicht verstreichen lassen, ohne wenigstens ein mal das "Strandkorbfeeling" erlebt zu haben. Gegen Mittag mieten wir uns einen Strandkorb und richten uns häuslich darin ein. Wir geniessen das "heimelige" Gefühl. Um den Strandkorb herum bläst ein starker, frischer Wind, aber im Korb kann man so herrlich kuscheln, dass einem direkt warm wird ums Herz. Nach dem Nachtessen richten wir uns erneut im Korb ein, um den Sonnenuntergang um 21:30 Uhr zu geniessen. Dieser Strandkorb-Tag war eine tolle Erfahrung und wir werden das bei Gelegenheit wiederholen.
- Am 2.6. verlassen wir die Ostsee und fahren südwärts nach Waren an der Müritz. Hier finden wir auf dem Camping Kamerun eine schöne Parzelle. Was uns sofort auffällt, ist die um 8 - 10 Grad höhere Temperatur als jene an der Ostsee. Nachdem wir uns eingerichtet haben, fahren wir mit den Velos in die 2.5 km entfernte historische Altstadt und verschaffen uns einen ersten Überblick.


- Auch am 3.6. ist es immer noch schön und warm. Mit den Velos machen wir einen Ausflug in den Müritz Nationalpark. Dabei erleben wir eine eindrucksvolle, abwechslungsreiche Landschaft, bestehend aus Wiesen, Seen, Wäldern und Mooren. Unterwegs sind Beobachtungsstände eingerichtet, wo man neben den "normalen" Vögeln auch See- und Fischadler beobachten kann. Wir entdecken sogar einen Fischadlerhorst, in dem sich zwei Jungvögel aufhalten. Ein weiterer Höhepunkt der Tour ist eine 800 Jahre alte Sommerlinde, die bei der Gründung der alten Eidgenossenschaft schon ein stattliches Alter hatte. Zurück in Waren melden wir uns sogleich für eine geführte Nationalparktour am Montag an.
- Samstag, 4.6. schalten wir bei schönem, sehr warmem Wetter einen Ruhetag ein. Wir fahren mit den Velos in die Stadt und versorgen uns mit Lebensmitteln fürs Wochenende. Anschliessend ist lesen im Liegestuhl angesagt.


- Auch am 5.6. ist das Wetter sehr schön und sehr warm. Wir machen mit den Fahrrädern eine Rundtour, welche uns zunächst über Klink, Göhren-Lebbin in das malerische Inselstädtchen Malchow führt. Zuerst besuchen wir die historische Klosteranlage. An der Drehbrücke sitzen wir in ein Restaurant und schauen dem regen Treiben auf dem Kanal zu. Weiter geht es nach Silz, der erste Teil ist eine unangenehme Sandpiste. Über Jabel fahren wir zum Camping zurück. Die Tour führte durch abwechslungsreiche und schöne Landschaften. Für Fahrradfahrer ist die Gegend um Waren das reinste Paradies.


- Am 6.6. besammeln wir uns um 11 Uhr bei der Touristinfo. Zusammen mit 8 weiteren Teilnehmern und einer Führerin erkunden wir den Nationalpark. Immer wieder machen wir Halt an einem der vielen Seen, erhalten interessante Informationen und bestaunen die Schönheit der Landschaft. Den Höhepunkt bildet ein Seeadler, den wir in 400 Meter Entfernung auf einem toten Baum beobachten können. Der Wendepunkt der Tour ist der Müritzer Hof, wo wir uns unter grossen schattigen Eichen verpflegen.


- Wir besuchen den Nationalpark ein letztes Mal. Das Wetter ist auch heute, am 7.6. schön und warm. Am Rederangsee machen wir an einem Beobachtungsstand halt. Schon nach kurzer Zeit ist klar, dass sich dieser Zwischenhalt gelohnt hat. Über dem See können wir drei kreisende Seeadler beobachten. Danach geht es weiter nach Federow, zum Adlerinformationspunkt. In einem Raum kann man live in einen auf einem Strommast gebauten Fischadlerhorst sehen. Im Moment befindet sich ein Elterntier mit zwei Jungen im Nest. Später kommt das zweite Elterntier angeflogen. Es ist markant grösser, also das Weibchen. Bei den Fischadlern ist das Weibchen grösser als das Männchen. Mit vielen tollen Eindrücken fahren wir anschliessend durch farbige Wiesen zurück zum Camping.


- Für einmal lassen wir unsere Räder beim WOMO zurück. Zu Fuss geht es in die Stadt. Wir besuchen das Müritzeum, das NaturErlebnisZentrum. Hier erfährt man viel Wissenswertes rund um den Müritznationalpark. Die Themen sind Wald, Vogelwelt, Wasser und Moore. Nach einem feinen Essen beim Griechen - fast ein wenig abartig .-) - geht es wieder zurück.

- Am 9.6. heisst es Abschied nehmen von der Müritz und ihrem Nationalpark. Wir fahren nach Frohburg, südlich von Leipzig, wo wir das WOMO bei Freunden abstellen können. Am Wochenende wollen wir ja an der berühmt, berüchtigten Weinwanderung teilnehmen.

  
- Am späteren Nachmittag des 10.6. fahren wir ins Salle Unstrut Weingebiet. Hier haben die beiden Flüsse schöne Täler geschaffen, die sich hervorragend für den Weinanbau eignen. Wir beginnen mit einer Kellerbesichtigung und Weinverkostung. Danach gibt es ein feines Nachtessen. Anschliessend wandern wir der Unstrut entlang, unserem Hotel entgegen. Unterwegs machen wir noch in einem Weinbergbeizli halt, um auch deren Wein zu kosten.
- Nach dem Frühstück wandern wir los. Der Saale entlang finden wir in den Weinbergen eine Straussenwirtschaft nach der anderen. Bei einigen davon machen wir auch halt und probieren deren Weine, die durchwegs von sehr guter Qualität sind. Am Abend lassen wir uns dann von einem Taxi zum Hotel zurück fahren.

 
- Am Sonntag 12.6. fahren wir mit dem Auto zu einigen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Imposant wirkt auf uns das Gradierwerk in Bad Kösen mit einer Länge von 325 Metern und einer Höhe von 13 Metern. Darin sind 34‘400 Schwarzdornäste aufgeschichtet, über welche die hochgepumpte Salzsole runter tropft. Das ergibt eine mit Salz angereicherte Luft und ist heilsam bei Atemwegbeschwerden. Nach dem Besuch von zwei Burgen geht es wieder zurück nach Frohburg.
- Am Montag 13.6. verabschieden wir uns von unseren lieben Gastgebern Heide und Holm und treten unsere Heimreise an. Je weiter wir südwärts fahren um so schlimmer wird das Wetter. Wir beschliessen die geplante Übernachtung zu streichen und fahren direkt nach Hause.


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