Mit Wohnmobil und Wohnwagen unterwegs

Bussmann's auf Achse

Sizilien 2014

Die Bilder zur Tour kann man hier sehen

Do. 23.10.2014
Um 8 Uhr starten wir Richtung Süden. Der Schnee auf den umliegenden Voralpen ist schon bedrohlich nahe. Vor dem Gotthardtunnel sind die Wiesen weiss gepudert. Auch auf der Südseite des Tunnels ist es weiss. Aber je weiter wir nach Süden vorankommen, umso wärmer wird es. Um 14 Uhr erreichen wir den Fährterminal in Genua und buchen eine Überfahrt nach Palermo. Zum Preis einer normalen Kabine erhalten wir eine Suite. Da die Fähre erst um 00:30 Uhr starten wird, müssen wir erst um 21 Uhr bereit stehen. Um diese Zeit läuft die Fähre aus Palermo ein und wir können während 1 ½ Stunden zusehen, was so alles aus dem Bauch des Schiffes herausgeholt wird. Da kommen Lastwagen, PKW’s, Wohnmobile und Sattelaufleger zu Hauf. Um 22:30 Uhr sind wir an der Reihe und fahren auf die Fähre. Hier sehen wir, weshalb so viele Fahrzeuge Platz finden, es gibt nämlich 4 Fahrzeugdecks. Pünktlich, 30 Minuten nach Mitternacht legt die Fähre ab. Wir sind beeindruckt vom guten Zustand der Fähre und der Kabine. Nach einem Schlummertrunk legen wir uns schlafen.

Fr. 24.10.2014
Gut ausgeschlafen nehmen wir das Frühstück ein. Bei schönstem Wetter fahren wir Palermo entgegen, wo wir um 19 Uhr ankommen. Bereits 30 Minuten später können wir das Schiff verlassen. Uns empfängt ein Verkehr, wie wir ihn bis jetzt noch nie erlebt haben. Von allen Seiten schiessen Autos und Roller in unsere Fahrbahn und gleichzeitig werden wir noch links und rechts überholt. Wir kommen uns vor wie in einem stürmischen Meer. Aber mit Ruhe und Gelassenheit erreichen wir den 3 km entfernten Wohnmobilstellplatz. Nachdem unser Heim auf Rädern abgestellt ist, geht es in eine familiäre Pizzeria zum Nachtessen.

Sa. 25.10.2014
Mit dem Bus fahren wir ins historische Zentrum von Palermo. Hier können wir die Schönheit der zerfallenden Stadt nur noch erahnen. Für uns verwöhnte Schweizer wirkt auch alles sehr schmutzig. Die Gehsteige sind über und über mit Hundekot verschmutzt. In den Aussenquartieren türmt sich der Abfall überall. Die meisten historischen Bauwerke zerfallen und es fällt schwer, sich für diese Stadt zu erwärmen.

So. 26.10.2014
Dem Meer entlang fahren wir ostwärts, durchfahren das sehr schöne Städtchen Cefalu und finden in Finale Pollina einen schönen Campingplatz, direkt über dem Meer gelegen. Kaum zu glauben, hier treffen wir Bekannte aus Küssnacht an, welche gestern hier angekommen sind.

Mo. 27.10.2014
Nach dem Frühstück erkunden wir die nähere Umgebung und gehen zu Fuss ins 500 Meter entfernte Dorf. Hier gibt es alles, was es zum Leben braucht: 3 Metzgereien, 2 Gemüseläden, 2 Lebensmittelgeschäfte, einen Supermarkt und einige Restaurants, Bars und Kaffees. Nach dem Einkauf setzen wir uns in ein Kaffee, das direkt über dem Meer liegt. Dabei geniessen wir das schöne, warme Wetter, die tolle Aussicht und den italienischen Kaffee. Auf dem Campingplatz kommen wir mit unserem sehr netten deutschen Nachbarn in Kontakt. Er hat beste Verbindungen zu Küssnacht, kennt er da doch zwei Familien, welche er regelmässig trifft. Am Mittag grillieren wir Lammkoteletten und trinken einen tollen sizilianischen Wein dazu. Um 16 Uhr treffen Ruth und Ruedi bei uns zum Apéro ein. Nach einer Stunde müssen wir uns ins WOMO zurückziehen, da ein Gewitter über uns hinweg zieht.

Di. 28.10.2014
Eigentlich wollten wir heute Morgen mit den Fahrrädern nach Cefalu fahren. Aber das Wetter weiss noch nicht so recht, in welche Richtung es sich entwickeln will. Also gehen wir wieder ins Dorf zum Einkaufen und Kaffeetrinken (the same procedure as every day). Das Wetter bessert sich von Stunde zu Stunde und um 14:30 Uhr fahren wir mit dem Bus ins 750 Meter hoch gelegene Pollina. Es thront zu oberst auf dem Berg und man hat eine wunderbare Aussicht in die Madonien und auf das Meer. Es gibt viele schöne Häuser, eine Menge Kirchen, schöne und enge Gassen und sogar ein römisches Theater. Zurück auf dem Campingplatz verwöhnen wir uns mit einem feinen Essen und einer Flasche sizilianischem Wein.

Mi. 29.10.2014
Heute herrscht wieder Bilderbuchwetter und wir beschliessen, mit den Fahrrädern ins 14 km westlich von uns liegende Cefalu zu fahren. Es ist eine schöne fahrt, der traumhaften Küste entlang. Immer wieder halten wir an, geniessen die schönen Aussichten und schiessen unsere Fotos. Nach etwa 50 Minuten erreichen wir das wunderschöne Städtchen Cefalu. Wir stellen die Räder im Hafen ab und flanieren durch die engen Gassen zum Platz am Dom. Nachdem wir unseren Durst gelöscht haben, geht’s ans andere Ende des Städtchens und dann zurück zum Hafen, wo wir ein Sandwich zu uns nehmen. Schon bald machen wir uns wieder auf den Rückweg, der uns mit dem Schlussanstieg nach Finale noch einiges abverlangt. Der Himmel hat sich in der Zwischenzeit stark verdunkelt und kurze Zeit später zieht ein Gewitter über den Campingplatz hinweg.

Do. 30.10.2014
Für heute haben wir keine grossen Pläne ausgeheckt. Nach dem Frühstück spazieren wir ins Dorf und versorgen uns mit Lebensmitteln. Danach ist entspannen und lesen angesagt.

Fr. 31.10.2014
Von morgens bis abends hangen bedrohliche Wolken am Himmel, so dass wir unsere Aktivitäten auf einen Spaziergang ins Dorf beschränken. Der obligate Kaffee an der Bar darf natürlich nicht fehlen.

Sa. 1.11.2014
Es herrscht wieder einmal Bilderbuchwetter und wir beschliessen nach dem Einkauf eine Fahrradtour auf der Küstenstrasse Richtung Osten zu machen. Auch hier sind die Eindrücke überwältigend und wir machen immer wieder kurz halt, um zu fotografieren. In Castel di Tusa machen wir in einem Restaurant, direkt am Meer, halt. Nachdem wir etwas gegessen haben, geniessen wir den Ausblick aufs Meer und die tolle Umgebung. Danach geht es wieder zurück nach Finale Pollina.

So. 2.11.2014
Ein wolkenloser Himmel begrüsst uns am Morgen. Gegen Mittag pilgern wir zum Apéro ins Restaurant. Dabei bleibt es jedoch nicht. Zur Feier des Tages (ich weiss zwar nicht mehr, was wir zu feiern hatten) lassen wir uns ein viergängiges sizilianisches Fischmenu servieren, das uns sehr schmeckt.

Mo. 3.11.2014
Heute reisen wir weiter. Nachdem wir den Abwassertank und das WC geleert haben, geht es gegen Westen. Der Himmel zeigt sich wolkenlos und die Temperatur ist sehr angenehm. Unser Ziel ist der Camping El Bahira in San Vito lo Capo. Die Landschaft bis Palermo kennen wir bereits. Danach geht es durch sehr karge Landstriche mit Wein- und Ackerbau. Wir sind fasziniert von der abwechslungsreichen  Schönheit, mal malerische Städtchen am Meer, dann wieder karge, steinige Äcker und Weinberge. Der Camping El Bahira entpuppt sich als wahres Kleinod. Überall entdeckt man kleine Kunstwerke und gepflegte Rabatten. Besonders zu erwähnen ist der mit viel Liebe angelegte botanische Garten.

Di. 4.11.2014
In der Nacht ist ein starker aber warmer Wind aufgekommen. Dieser hält uns davon ab, uns auf die Fahrräder zu schwingen. Aber zum Kleiderwaschen ist der heutige Tag ganz gut geeignet. Die Wäsche trocknet sehr rasch im starken, warmen Wind, weshalb wir schon bald den Sentiero Natura erwandern können. Am späteren Nachmittag grillieren wir ein paar Calamares und trinken einen feinen, sizilianischen Weisswein dazu. Auf der Terrasse der Bar geniessen wir den tollen Sonnenuntergang. Um 17 Uhr versinkt die Sonne langsam im Meer.

Mi. 5.11.2014
Um 9 Uhr nehmen wir unseren Mietwagen, einen Fiat Panda, in Empfang. Mit Ruth und Ruedi fahren wir zuerst in die mittelalterliche Stadt Erice. Sie thront zuoberst auf einem 751 Meter hohen Berg. Eigentlich sollte man von hier einen tollen Ausblick auf Trapani haben, doch hüllt sich Erice heute in dichten Nebel. Deshalb müssen wir uns mit einem Stadtrundgang durch die engen Gassen begnügen. Anschliessend fahren wir zu den Salinen von Trapani, welche ein Naturreservat sind. Hier wird noch Salz gewonnen. In den Salinen können wir zahlreiche Flamingos beobachten. Auch stehen noch viele antike Windmühlen in den Salinen, welche sich für schöne Fotos direkt aufdrängen. Anschliessend geht es nach San Vito lo Capo zurück.

Do. 6.11.2014
Bei trübem, dunstigem Wetter packen wir zusammen und fahren weiter nach Agrigento, auf den Camping Valle dei Templi. Der Dunst stellt sich später als Saharastaub heraus. Wir durchqueren Landstriche mit vielen Weinbergen und viel Ackerland. Auch an Orangen- und Mandarinenplantagen fahren wir vorbei, deren Bäume viele Früchte tragen.

Fr. 7.11.2014
In der Nacht ziehen heftige Regenschauer über uns hinweg. Regen ist auch für den ganzen Tag angesagt. Zuerst ist Lesen angesagt. Später verwöhnen wir uns mit einem leckeren Reiseintopf und feinem Rotwein. Danach bringt Ruedi den selbst gebackenen Schokoladenkuchen. Der riecht und schmeckt so köstlich und ist so schnell gegessen, dass ich nicht mal dazu kam, ihn zu fotografieren! Gegen Abend hellt sich der Himmel auf und wir wollen noch einen Spaziergang ausserhalb des Campings machen. Am Campingeingang hält uns ein Mann in Rotkreuzuniform an und sagt uns, wir sollen aus Sicherheitsgründen im Camping bleiben, da sich vor der Küste ein Zyklon aufgebaut hat und man noch nicht weiss, welchen Weg er nehmen wird.

Sa. 8.11.2014
Bei schönem und warmem Wetter besteigen wir nach dem Frühstück die Fahrräder und besuchen das zwei Kilometer entfernt liegende Unesco Weltkulturerbe Valle dei Templi. Hier sind die Überreste der antiken griechischen Stadt Akragas zu bestaunen. Wir sind tief beeindruckt von den riesigen Tempeln, welche mit der Akropolis vergleichbar sind.

 

So. 9.11.2014
Wir verlassen Agrigento und fahren in südöstlicher Richtung durch weite Gemüseanbaugebiete. Unterbrochen wird das einzig bei der Durchfahrt durch das langgezogene und sonntäglich lebhafte Gela. Schon bald einmal erreichen wir unser Ziel, den direkt am Meer gelegenen Camping Scarabeo in Punta Braccetto. Er ist sehr schön angelegt und mit vielen Blumenrabatten durchsetzt. Hier wollen wir ein paar Tage bleiben.

Mo. 10.11.2014
Mit dem Fahrrad geht es bei angenehmen Temperaturen nach Santa Croce Camerina. Im Zentrum nehmen wir unseren obligaten Cappuccino zu uns. Nach Stadtbesichtigung und Einkauf geht es zurück.

Di. 11.11.2014
Da es sehr windig ist, werden heute die Drahtesel nicht gesattelt. Um 15:30 Uhr haben aber die Platzinhaber zu einem Fest mit sizilianischen Spezialitäten und jungem Wein geladen.

Mi. 12.11.2014
Es herrscht wieder richtiges Velowetter. Bei Sonne und fast windstill fahren wir nach Punta Secca. Auch hier gibt es wieder den obligaten Cappuccino. Am späteren Nachmittag erleben wir wieder einmal einen kulinarischen Höhenflug. Ruth und Lore machen feines Ofengemüse, Hansruedi grilliert sizilianische Schweinswürste, dazu gibt es feinen sizilianischen Rotwein. Das Tüpfchen aufs i ist jedoch Ruedis selbstgemachte Linzertorte.

Do. 13.11.2014
Entgegen den Wetterprognosen sieht der Himmel grau und düster aus und ab und zu gibt es ein paar Spritzer. Trotzdem nehmen wir um 9 Uhr unseren Mietwagen (alte Rochel mit 165000 km) in Empfang. Wir fahren ostwärts dem Meer entlang nach Donnalucata. Danach fahren wir landeinwärts über Scicli und die eindrücklich in einen Talkessel gebaute Stadt Modica nach Ragusa. Da man sich nach dem Erdbeben im 17 Jh. nicht einigen konnte, wie die Stadt wieder aufgebaut werden sollte, gibt es heute zwei, je auf einer Bergkuppe erbaute, Städte. Das romantische, ruhige Ragusa Ibla an der alten Stelle und die lebhafte Oberstadt Ragusa Superiore. Wir besuchen Ragusa Ibla, seinen imposanten Dom, und die schönen Giardini Iblei. Wir flanieren durch die engen Gassen und bestaunen die dicht aneinander, an den Berg gebauten Häuser. Quer durchs Land geht es zurück. Unterwegs bestaunen wir noch die kunstvoll mit Steinmäuerchen eingefassten Bäume. Zum Nachtessen gibt es Spaghetti 5 P (Panna, Presemola, Pomodori, Parmigiano, Pepe), Tomatensalat, feinen sizilianischen Roten und zum Dessert die zweite Hälfte von Ruedis wohlschmeckender Linzertorte.

Fr. 14.11.2014
Der Himmel ist wolkenlos und die Sonne küsst uns schon beim Frühstück. Bevor wir jedoch etwas unternehmen, wird im WOMO Staub gesaugt. Danach geht es dem Meer entlang westwärts. Ausserhalb unseres Dorfes sehen wir eine gestrandete Riesenschildkröte, die aber leider schon tot ist. Weiter geht es bis in das hübsche Fischerdorf Scoglitti, wo wir in einem Cafe am Hafen halt machen. Zurück auf dem Campingplatz, die Temperatur ist mittlerweile auf etwa 23 Grad gestiegen, ziehen Lore und ich die Badekleider an und erfrischen uns im etwa 20 Grad warmen Meer. Das Abendprogramm ist wieder dasselbe wie jeden Abend: gutes Essen, feiner sizilianischer Roter, Kaffee und Grappa.

Sa. 15.11.2014
Wetter und Temperatur entsprechen einem schönen Sommertag in der Schweiz. Wir besuchen den Markt in Vittoria, der grösste Markt, den ich je gesehen habe. Da findet man fast alles, was das Herz begehrt. Die Marktschreier sind sehr aktiv und preisen ihre Waren in den höchsten Tönen an, so dass einem beinahe die Ohren schmerzen. Auch wir finden ein paar Sachen, aber das Interessanteste ist, die vielen Leute zu beobachten. Zurück im Camping steht wieder ein Bad im herrlichen Mittelmeer auf dem Programm.

So. 16.11.2014
Es heisst Abschied nehmen. Ruth und Ruedi wollen noch einige Zeit auf dem wunderschönen Camping Scarabeo bleiben, während wir uns langsam mit dem Gedanken anfreunden müssen, die Insel zu verlassen. Doch zuerst geht es nach Catania, wo wir etwa vier Nächte bleiben wollen. Der Camping Jonio liegt direkt am Meer. Das Gestein hat vulkanischen Ursprung und ist schwarz. Wir finden einen schönen Platz, direkt über dem Meer, in dem die Leute noch baden. Obwohl die Restaurantküche gerade schliessen will, ist die freundliche Köchin bereit, uns noch zwei Teller Spaghetti Vongole zu kochen, welche dann auch vorzüglich schmecken. Für Mittwoch haben wir eine Ätna-Tour geplant, der Himmel soll dann wolkenlos sein. Am Abend spazieren wir dem Meer entlang und nehmen in einer Bar einen Aperitif zu uns.

Mo. 17.11.2014
Mit dem Bus fahren wir ins Stadtzentrum. Busfahrpläne gibt es keine, was bei diesem enormen Verkehr auch verständlich ist. Man stellt sich an die Bushaltestelle und wartet, bis einer kommt. Manchmal muss man auch etwas länger warten! Catania ist eine sehr interessante Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Uns gefällt sie auf jeden Fall viel besser als Palermo. Auch wirkt sie viel gepflegter als Palermo. Um den Dom herum gibt es viele interessante Bauwerke, Brunnen und Statuen. Auch ein Besuch des Fischmarktes ist lohnenswert. Die vielen Cafes und Bars laden zum verweilen ein und Süssigkeiten gibt es mehr als genug! Mit dem Bus, auf den wir dieses Mal etwas länger warten, geht es wieder zurück.

Di. 18.11.2014
Mit der Bahn wollen wir um den Ätna herum fahren. Zuerst müssen wir jedoch mit dem Bus zur Bahnstation fahren. Als wir zur Busshaltestelle kommen, sehen wir unseren Bus gerade noch davon fahren. Wir warten über 30 Minuten, bis der nächste kommt. Danach geht es nur schleppend voran, überall stehen Autos im Wege und die Ampeln stehen auch alle auf rot. Auch die Hoffnung, der Zug würde sowieso mit Verspätung losfahren, erfüllt sich nicht. Wir stellen unser Tagesprogramm um und machen den zweiten Stadtrundgang. Zurück im Camping erreicht uns die zweite schlechte Nachricht. Die Ätna-Tour von morgen ist wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt. Wir entschliessen uns deshalb, die Zugfahrt um den Ätna morgen nachzuholen.

Mi. 19.11.2014
Rechtzeitig machen wir uns auf den Weg zur Busstation. Nachdem wir schon etwas unruhig geworden sind, kommt der 448-er endlich angefahren. Rechtzeitig treffen wir also an der Station der Schmalspurbahn ein. Für 14.50 Euro kaufen wir zwei Tickets für die ganze Strecke von Catania, im Urzeigersinn rund um den Ätna, nach Giarre. Die Fahrt fühlt sich an, wie in einem Schüttelbecher, ist aber interessant und sehr abwechslungsreich. Den Ätna immer in Fahrtrichtung rechts in Sichtweite, durchfahren wir fruchtbare Landschaften, die sich mit mondlandschaftähnlichen Lavawüsten abwechseln. Die Bahn steigt auf etwas über 900 Meter und fährt dann wieder runter auf Meereshöhe. Die ganze Fahrt dauert 3 ¼ Stunden und hinterlässt bleibende Eindrücke bei uns.

Do. 20.11.2014
Wir fahren rechtzeitig los, da es heute wieder aufs Festland geht. Am Fährhafen in Messina müssen wir knapp 30 Minuten warten, bis wir um 12 Uhr ablegen. Die Überfahrt dauert etwa eine halbe Stunde und wir können im WOMO bleiben. Von Villa San Giovanni geht es zuerst auf einer neu asphaltierten Autobahn und später auf der Küstenstrasse nach Diamante. Hier finden wir einen sehr schönen Stellplatz direkt am Meer, wo wir wieder einmal einen imposanten Sonnenuntergang bestaunen können. Später spazieren wir noch in das sehr schöne Städtchen und essen hoch über dem Meer eine Pizza.

Fr. 21.11.2014
Weiter geht es, zuerst dem Meer entlang, später durch die Appeninnen. Es ist eine eindrückliche Fahrt! An Potenza vorbei fahren wir nach Melfi, wo wir von meiner Schwester Beatrix und ihrem Mann Giuseppe bereits mit Spaghetti mit Meeresfrüchten erwartet werden.

Sa. 22.11.2014
Bea und Giuseppe zeigen uns die schöne Altstadt von Melfi und Giuseppe erzählt uns einiges über deren Geschichte. Am Nachmittag fahren wir zu den Seen von Monticchio mit dem an die Felsen "geklebten" Kloster S. Michele. Hier strahlt der Wald in den schönsten Herbstfarben, während wir den kleineren der beiden Seen umrunden (zu Fuss!).

So. 23.11.2014
Wir verabschieden uns von Bea und Giuseppe und bedanken uns noch einmal für die Gastfreundschaft, die wir bei ihnen geniessen durften. Danach geht es über Foggia nordwärts. In Rimini finden wir einen guten Stellplatz, direkt am Rande der Altstadt. Am Abend besuchen wir die Altstadt und mischen uns unter die zahlreich flanierenden Italiener.

Mo. 24.11.2014
Rechtzeitig machen wir uns auf den Weg Richtung Schweiz und erreichen Küssnacht am Nachmittag. Damit ist eine sehr schöne Reise, die viel mehr gebracht hat als wir erwartet haben, zu Ende. Sizilien ist auf jeden Fall eine Reise wert, vielleicht nicht gerade in der Hochsaison.


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