Mit Wohnmobil und Wohnwagen unterwegs

Bussmann's auf Achse

Venedig, Umbrien und Toskana, April 2011

Die Bilder zur Tour kann man hier sehen.

Sa. 2. April 2011
Da wir früh losfahren wollen, habe ich den Wecker auf 05:30 Uhr gestellt. Um 05:45 Uhr fragt mich Lore, ob der Wecker nicht losgegangen sei. Da kommt mir in den Sinn, dass der Wecker noch nicht auf Sommerzeit umgestellt ist. Dank Lores innerer Uhr schaffen wir die Tagwacht schliesslich mit nur ¼ Stunde Verspätung. Heute soll es bis Venedig gehen. Um 6:15 Uhr starten wir, tanken das WOMO bei der Tankstelle noch voll und fahren mal bis Bellinzona, wo wir auf der Raststätte ein Frühstück zu uns nehmen. Dann geht es weiter, über den Zoll bei Chiasso, auf die italienische Autobahn. Bei einer Raststätte in Italien fährt Hansruedi beim Rückwärtsfahren beinahe in einen Alfa. Dank Rückfahrkamera kann er jedoch noch rechtzeitig anhalten. Unser Ziel, den Camping Fusina erreichen wir dank GPS ohne weitere Zwischenfälle.

So. 3. April 2011
Es ist wunderbares, sonniges Wetter. Wegen der vielen Leute, die es an einem Sonntag in Venedig gibt, fahren wir heute nicht dorthin. Stattdessen erkunden wir mit dem Rad die Umgebung von Fusina.

Mo. 4. April 2011
Direkt neben dem Campingplatz besteigen wir ein Boot, das uns in etwa 30 Minuten nach Venedig bringt. Das Wetter ist trotz einiger Quellwolken noch schön und warm. Wir machen einen Fussmarsch quer durch die Lagunenstadt, an all den schönen Plätzen und Palazzi vorbei. Direkt an einem kleinen Nebenkanal nehmen wir das Mittagessen ein. Danach geht es nach Murano, wo wir den Glasbläsern bei ihrer Arbeit zuschauen können. Im Verkaufsraum decken wir uns anschliessend noch mit Geschenken ein.

Di. 5. April 2011
Wir fahren durch wilde Gebirgstäler, über den Passo dei Mandrioli (1173 Meter üM) nach Arezzo. Unterwegs geraten wir bei einer Tankstelle in eine Werbekampagne für regionale Produkte der Emilia Romagna. Hansruedi wird noch fotografiert und sollte auf der Webseite zu sehen sein (www.emilia-romagna.coldiretti.it).

 

 

Mi. 6. April 2011
Ausserhalb Arezzos (Loc. Ruscello) sind wir auf dem schönen Camping „Locanda le Ginestre“ stationiert. Mit dem Bus fahren wir nach Arezzo und schauen uns die schöne Altstadt ausführlich an. Das Mittagessen nehmen wir in einem Laubengang in einem Restaurant ein, das lokale Spezialitäten führt. Nach unserer Rückkehr können wir zwei Grünspechte beobachten, die offenbar in einem Olivenbaum auf dem Campingplatz eine Nisthöhle angelegt haben.

 

Do. 7. April 2011
Heute geht es von Arezzo nach Castiglione del Lago. Eigentlich möchten wir gerne die Orte Anghiari und Sansepolcro besuchen. Da jedoch in beiden Orten Markttag ist, finden wir für unser WOMO keinen Parkplatz und fahren weiter nach Citta di Castello, wo wir trotz Markttag einen Parkplatz finden. Weiter geht es über den Passo d. Cerventosa nach Cortona und weiter nach Castiglione del Lago, auf den Camping Listro.

Fr. 8. April 2011
Mit dem Fahrrad fahren wir zuerst Richtung Süden, dem See entlang. Danach geht es zum historischen Teil von Castiglione del Lago. Zurück auf dem Campingplatz treffen wir das deutsche Paar mit dem Oldtimmer-Sportwagen, die wir schon auf dem Camping „Locanda le Ginestre“ gesehen haben. Von ihnen erfahren wir, dass es auch nordwärts, dem See entlang, Fahrrad- und Wanderwege gibt. Wir setzen uns also nochmals für 2-3 Stunden auf die Räder und fahren durch eine schöne Naturlandschaft dem See entlang.

Sa. 9. April 2011
Heute fahren wir nach Perugia. Im GPS haben wir den Stellplatz Bove eingestellt, den wir aus unserem Buch entnommen haben. Das GPS führt uns aber ins „Ghetto“. Auf einer sehr engen Strasse verkündet es uns, dass wir am Ziel angelangt seien, obwohl weit und breit kein Parkplatz zu sehen ist. Wir fragen den Chauffeur eines vorbeifahrenden „Güselautos“ nach dem gesuchten Parkplatz. Er schildert uns den Weg, der zuerst wieder die schmale Strasse zurückführt. Dank seiner guten Beschreibung finden wir den Platz doch noch. Mit dem Bus fahren wir in die Altstadt hoch, flanieren durch die schönen Strassen und Gässchen. Nachdem wir sehr gut gegessen haben (Tagliatelle mit Spargeln, Artischocken mit Ziegenkäse überbacken) beschliessen wir nach Assisi auf einen Campingplatz weiter zu fahren, da uns der Stellplatz in Perugia nicht gefällt. Obwohl der Camping Village in Assisi laut Führer ganzjährig geöffnet sein soll, stehen wir vor verschlossenen Toren. Wir finden jedoch einen guten Ersatz. Der Camping Fontemaggio liegt in reizvoller Umgebung, etwas oberhalb Assisis. Am Abend essen wir im Campingeigenen Restaurant vor einem riesigen, offenen Feuer, an welchem auch unser Fleisch zubereitet wird.

So. 10. April 2011
Heute besuchen wir Assisi. Vom Camping aus sind wir in 15 Minuten in der Altstadt. Unterwegs nimmt uns noch eine freundliche Italienerin ein Stück mit dem Auto mit. In Assisi und speziell vor der Basilica San Francesco wimmelt es von Besuchern. Klar, heute ist ja Sonntag.

Mo. 11. April 2011
Wir fahren zurück nach Perugia. Von dort südwestlich nach Panicale. Hier finden wir einen schönen und komfortablen Stellplatz ausserhalb der Altstadt. Wir stürzen uns in die Wanderkleider. Über den Monte Petravella geht es auf einer schönen Wanderung, durch eine reizvolle und wilde Landschaft, nach Paciano. Unterwegs finden wir den Stachel eines Stachelschweins. Nach einer kleinen Stärkung in der einzigen Bar des Ortes, geht es auf der kaum befahrenen Strasse zurück nach Panicale. Am Abend gehen wir ins Albergo Ristorante Masolino essen. Ausgesucht haben wir uns einen gemischten Salat als Vorspeise und Tagliatelle mit Trüffeln und Lauch als Hauptgang. Dazu trinken wir einen sehr feinen Wein aus örtlichem Anbau.

Di. 12. April 2011
Heute fahren wir auf einen Camping in der Einsamkeit. Nach all den schönen alten Orten benötigen wir wieder einmal Natur pur. Doch zuerst machen wir noch einen Halt in Orvieto, wo wir die Altstadt und den Duomo Santa Maria besichtigen. In Orvieto gibt es einen sehr komfortablen WOMO-Stellplatz. Weiter geht es nach Civitella del Lago auf den sehr reizvollen Camping „Il Falcone“. Wir sind die einzigen Gäste, deshalb suchen wir uns den allerschönsten Platz aus! Am Abend kommt ein sehr stark auffrischender Wind aus Ost und lässt die Temperaturen in den Keller fallen.

Mi. 13. April 2011
Am frühen Morgen zieht ein Regenschauer über uns hinweg. Draussen ist die Temperatur auf ca. 6 Grad gefallen, im Womo beträgt sie immerhin 14 Grad. Nach dem Frühstück klart der Himmel auf und bald ist er wieder wolkenlos. Wir machen uns auf eine Wanderung rund um Civitella. Die Landschaft ist sehr schön und abwechslungsreich. Zurück beim Womo setzen wir uns an die Sonne und lesen. Es ist aber nach wie vor kühl.

 

Do. 14. April 2011
Siena ist unser nächstes Ziel. Der Campingplatz Colleverde liegt in der Stadt, etwa 2.5 km von der Altstadt entfernt. Wir verlassen uns wieder einmal auf unser Navi, welches uns durch dichtes Verkehrsgewühl punktgenau ans Ziel führt. Die Stadtbesichtigung haben wir für morgen geplant.

Fr. 15. April 2011
Wir lösen die Busfahrkarten an der Campingreception. Da unsere Haltestelle am Anfang der Busstrecke liegt, können Lore und ich sitzen, was sich später als Glücksfall herausstellen sollte. Der Bus füllt sich unterwegs immer mehr und bald schon ist ein ziemliches Gedränge. Plötzlich muss der Buschauffeur, der während der Fahrt ständig sein Handy am Ohr hat, eine Vollbremsung machen. Die stehenden Fahrgäste werden alle nach vorne geworfen. Zwei oder drei Stationen später müssen alle den Bus verlassen. Vorne im Bus liegt ein verletzter Fahrgast. Der Krankenwagen kommt sehr schnell und der Mann wird noch im Bus behandelt und später auf einer Trage in den Krankenwagen gebracht. Danach können wir die Fahrt im selben Bus fortsetzen. Anschliessend besuchen wir die Altstadt von Siena mit all ihren historischen Plätzen und Gebäuden.

Sa. 16. April 2011
Nun geht es noch für einige Tage ans Meer, nach Cecina Mare. Auf dem Camping Village Mareblu haben wir eine sonnige Parzelle direkt am Piniengürtel, der 600 Meter breit zwischen Camping und Meer liegt. Beeindruckend sind die vielen Singvögel, die wir hier hören. Sogar in der Nacht hören wir Nachtigallen, direkt neben unserem WOMO. Die können einem während einer Vollmondnacht sogar den Schlaf rauben.

Do. 21. April 2011
Es ist Donnerstag vor Karfreitag. Um 8:30 Uhr nehmen wir den Heimweg unter die Räder. Da der Verkehr vor allem von Nord nach Süd verläuft, kommen wir ohne Zwischenfälle wieder gut nach Hause.


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